Die dänischen Behörden haben in einem polnischen Lastwagen ungewöhnlich viele Zigaretten beschlagnahmt. Die dänische Steuerbehörde hat in Zusammenarbeit mit der Syd- og Sønderjyllands Politi (Süd- und Südjütland Polizei) und dem dänischen Zoll 15 Millionen Zigaretten beschlagnahmt. Dies teilt die dänische Steuerbehörde in einer Pressemitteilung mit.

Am 27. September wurde ein von der Polizei angehaltener polnischer Lastwagen untersucht, in dem die Behörden 15 Millionen Zigaretten der Marke Forman fanden. Es wurden keine Steuern auf Zigaretten gezahlt, und die dänische Steuerbehörde hat die fehlenden Steuern auf 26 Mio. Kronen (3,5 Mio. Euro) berechnet.

Das dänische Finanzamt wusste im Voraus, dass der polnische Lastwagen mit den Zigaretten aus Südeuropa nach Dänemark fuhr. Nach Angaben der dänischen Steuerbehörde hatte das dänische Unternehmen nicht die notwendigen Steuermarken im Wert von 26 Mio. Kronen gekauft, die auf den Zigarettenpackungen aufgebracht werden müssen. Daher wurde die Polizei gebeten, den Lkw anzuhalten, sobald er die dänische Grenze überquerte.

Über das europaweite EMCS-System (Excise Movement and Control System) erhielt die dänische Steuerbehörde laufend Informationen über den Lkw. Das EMCS-System zeigt unter anderem unversteuerte Verbringungen von Tabak, Bier und Weinspirituosen zwischen europäischen Unternehmen an.

Die Behörden betonen, dass es sich um eine ungewöhnlich große Beschlagnahme handele. „Dies ist die größte Beschlagnahme, die wir in den letzten Jahren vorgenommen haben. Die Beschlagnahme konnte nur erfolgen, weil wir die Sendung in unseren Systemen überwacht haben, seit sie Südeuropa verlassen hat“, sagt Anne Sofie Hedemann, stellvertretende Direktorin der dänischen Steuerbehörde, in einer Pressemitteilung.

Quelle: TV2 – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 04.11.2921

Foto: TV2