Bornholm ist die beste Kommune in der Hauptstadtregion, wenn es darum geht, das Leben im Freien zu pflegen, informiert der Friluftsrådet (Freiluftrat).

Bornholm ist die Kommune in der Hauptstadtregion, in der es am besten ist, das Leben im Freien zu pflegen. Je mehr Natur es in einer Kommune gibt, desto besser sind die Bedingungen für das Leben im Freien – und je mehr Spazier- und Fahrradwege, je mehr Kennzeichnungssysteme, je mehr Schutzhütten, Grillplätze, Picknickplätze, Hundewälder und andere Einrichtungen die Kommune priorisiert, desto besser ist die Basis für ein gutes Leben im Freien. Das schreibt der Friluftsrådet in einer Pressemitteilung.

Der Friluftsrådet hat sich in die Zahlen aller 98 Kommunen Dänemarks vertieft – und in einer neuen Analyse berechnet, wie es um das Leben im Freien in jeder Kommune steht. „Wir wissen, dass das Leben im Freien und die Natur für die Dänen von großer Bedeutung sind, sowohl für unsere Lebensqualität als auch für die Entscheidung, wo wir leben möchten. Wir hoffen also, dass die Analyse, die schwarz auf weiß zeigt, wie die Rahmenbedingungen für das Outdoor-Leben auf dem Land sind, die Kommunen dazu anregt, sich noch stärker in die Arbeit zur Unterstützung der Möglichkeit des Outdoor-Lebens einzubringen“, sagt die Direktorin des Friluftsrådet, Winni Grosbøll.

Die Analyse basiert auf Daten innerhalb von 12 verschiedenen Faktoren, die für das Leben im Freien wichtig sind. Sie gliedern sich in geografische Bedingungen wie das Naturgebiet, die Küstenlinie und die Bedingungen, die kommunale Initiativen betreffen – zum Beispiel die Anzahl der Außenanlagen und Streckenkilometer zum Radfahren, Laufen, Reiten, Mountainbiken, Segeln, Skifahren oder Wandern. Ebenso wie viele Hinweisschilder die Kommunen im Rahmen der Markierungsprogramme des Friluftsrådet haben, zum Beispiel für Natur- und Outdoor-Kindertagesstätten oder die Blaue Flagge.

Unter den 29 Kommunen der Hauptstadtregion nimmt die Kommune Bornholm den ersten Platz ein. Dieses geschieht, weil die Kommune über viel Natur- und Küstengebiet verfügt und über viele Außenanlagen und kilometerlange Strecken für Outdoor-Aktivitäten verfügt. Bornholm zählt es auch zu den 25 besten Outdoor-Kommunen des Landes.

Es mag auf den ersten Blick schwierig erscheinen, das Leben im Freien in den Kommunen zu vergleichen, da die 98 Kommunen Dänemarks sehr unterschiedlich sind. Manche haben deutlich weniger Naturfläche als andere, manche haben viel Ackerland und manche haben überhaupt keine Küstenlinie. Umgekehrt haben städtische Kommunen wie Aalborg, Aarhus und København mit ihren vielen Kindertagesstätten ein größeres Kennzeichnungspotenzial im Rahmen des Friluftsrådet wie Grønne Spirer (Grünflecken) als eine kleine ländliche Kommune.

Um einen übergreifenden Vergleich zu ermöglichen, hat der Friluftsrådet für jeden der 12 Faktoren in der Analyse jede Kommune in eine von drei Kategorien eingeteilt: „unterdurchschnittlich“, „durchschnittlich“ und „überdurchschnittlich“ und berechnet den Platz der Kommune auf die Gesamtliste durch eine einfache Gesamtanzahl von Platzierungen in jeder Kategorie. Mit anderen Worten: Je öfter eine Gemeinde überdurchschnittlich platziert ist, desto weiter oben auf der Liste der besten Outdoor-Gemeinden steht sie.

Mit Ausnahme der Kommune Bornholm befinden sich alle Kommunen der Hauptstadtregion in der unteren Hälfte der Liste. „Es ist klar, dass es in den einzelnen Kommunen einige primär geographische Voraussetzungen für das Leben im Freien gibt, die sie nur bedingt ändern können. Aber die Analyse ist interessant, weil sie auch ein Bild davon zeichnet, inwieweit sich die einzelne Kommune aktiv für das Leben im Freien einsetzt, wo die Kommunen selbst eine positive Veränderung bewirken können“, sagt Winni Grosbøll.

Die beste Outdoor-Kommune Dänemarks ist der Analyse zufolge die Kommune Ringkøbing-Skjern an der Nordseeküste.

Quelle: TV2/Bornholm – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 05.11.2921

Foto: TV2/Bornholm