(Haderslev) – Der größte Fund römischer Silbermünzen hat in Haderslev Næs das Licht der Welt erblickt. Detektorsucher René Jacobsgaard schrieb Geschichte, als er kurz vor Ostern in Haderslev Næs eine kleine Entdeckung machte.

Aus dem Schlamm entstand der erste Schatz an römischen Silberdenaren, der bisher in Sønderjylland (Südjütland) gefunden wurde. 54 Denare wurden es genau. Tatsächlich war es ein Zufall, dass René Jacobsgaard den Silberschatz fand, der zu den größten Silbermünzenfunden in der dänischen Geschichte zählt.

Der Hobbyarchäologe hatte sich ein Feld in der Nähe angesehen, und dann hatte ein Bauer scherzhaft gefragt, ob René nicht auch einmal sein Feld ansrhen wollte – u nd René wollte. In der vergangenen Woche war das Museum Sønderjylland an der Stelle, an der weiter gegraben wurde, und die Archäologen des Museums haben nun weitere 71 Münzen gesammelt, so dass insgesamt 125 Stücke gefunden wurden.

„Eine so große Konzentration römischer Silberdenare ist in Sønderjylland einzigartig, sagt der Museumsinspektor und Archäologe des Museum Sønderjyllands, Mads Leen Jensen“, in einer Pressemitteilung.

125 römische Münzen wurden in Haderslev Næs gefunden. Foto: Anders Hartvig, Museum Sønderjylland

Zum Glück der Archäologen hatte ein Maulwurfsgang bei der Untersuchung des Gebietes eine Menge Münzen 70 cm weiter unter die Erde gezogen. Mads Leen Jensen sagt, dass die Münzen seit der späten römischen Eisenzeit wahrscheinlich mehr als 2000 Jahre im Boden lagen.

Damals wurden in der Antike römische Silbermünzen als Standardmünzen verwendet. Einige Münzen konnten bis in die Zeit unter Kaiser Nero (54-68 n. Chr.) und späteren Kaisern wie Hadrian (117-138 n. Chr.), Faustina (138-141 n. Chr.) und Antonius Pius (138-161) datiert werden.

In der Gegend östlich von Haderslev wurden die Münzen gefunden.

Es ist auch nicht das erste Mal, dass ein Schatzfund der Art von René Jacobsgaard in Haderslev Næs gemacht wurde. Schon in der Vergangenheit wurden größere römische Schatzfunde gemacht. Römische Silbermünzen werden jedoch in Dänemark am häufigsten einzeln gefunden.

In Watgebieten dagegen wurden bereits größere Mengen römischer Münzen gefunden, da ein solches Gebiet als Opfergebiet aus der Antike interpretiert werden kann. Doch nicht nur in Furtgebieten gibt es römische Münzen.

Ähnliche Funde wurden bei Gudme auf Fyn (Fünen) und bei Sort Muld auf Bornholm gemacht.

Quelle: TV2 SYD – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 10.11.2921

Fotos: TV SYD