Schließung für nicht geimpfte Personen, die näher nach Dänemark ziehen. Jetzt drohen die Deutschen, dass es für jeden, der sich nicht impfen oder täglich testen lassen möchte, Löhne zu streichen und Bußgelder, die bis zu 188.000 Kronen (25.278 Euro) kosten könnten

Am Donnerstag um 18:21 Uhr schlug Bundeskanzlerin Angela Merkel zu. Danach riskieren Deutsche, die aus irgendeinem Grund nicht geimpft werden, sowohl ihr Gehalt als auch einen Teil ihres Vermögens zu verlieren. Denn Menschen, die sich nicht an die neuen Regeln halten, können ohne Bezahlung nach Hause geschickt werden und riskieren zudem eine Geldstrafe von über 25.000 Euro.

Die vorgeschriebenen Vorschriften sind auch in einem anderen Punkt stärker diskriminierend gegenüber Nichtgeimpften. Wenn eine geimpfte Person einmal getestet wird, reicht das. Nicht geimpfte Mitarbeiter müssen täglich vor der Arbeitszeit getestet werden.

Der amtierende deutsche Sozialminister Hubertus Heil (SPD) schneidet die Konsequenzen einer Verweigerung aus Pappe:

„In diesem Fall dürfen Sie den Arbeitsplatz nicht betreten. Und man muss auch damit rechnen, dass man sein Gehalt auch weiterhin nicht bekommt.“

Und obwohl er und der Rest von Merkels Regierung auf dem Rückzug sind, gehen die Regeln weiter. Denn sie wurden vom Deutschen Bundestag verabschiedet und sind im Bezug auf Ungeimpfte bisher die härtesten in Europa. Und wenn Arbeitgeber nicht mitspielen, riskieren sie selbst hohe Geldstrafen.

Österreich, das dreimal so stark betroffen ist wie Deutschland, hat bisher nur für ungeimpfte Personen Beschränkungen verhängt. Doch ab Montag schließt das Land weiter – und das gilt nun für alle.

Merkels eigene Schuld

Mehrere deutsche Medien weisen darauf hin, dass diejenigen, die sich der Impfstoffe nicht sicher sind, nun den Preis für die Inkompetenz der Regierung zahlen. Deutschlands meistgelesene Zeitung BILD weist darauf hin, dass es nicht verwunderlich ist, dass viele unsicher sind, wenn die eigenen Informationen der Regierung über die Impfstoffe so schlecht sind. Und die Zeitung nennt die ganze Arbeit der Impfkampagne katastrophal arm.

„Rentner, die sich impfen lassen wollen, gehen zum Arzt und werden einfach nach Hause geschickt. Alles wegen der Bürokratie. Digitale Lösungen gibt es nicht und die ganze Planung ist zu spät gekommen, auch wenn die Verantwortlichen behaupten, sie hätten es schon vor Monaten vorhergesehen“,

In der Zeitung heißt es weiter:

„In Spanien ist die Pandemie – zumindest vorerst – vorbei, weil alle geimpft sind. Ohne Druck, ohne Pflicht. Das hätte in Deutschland auch klappen können.“

Quellen: ARD, Bild, Spiegel, Krone