UPDATE Pressemitteilung der Polizeidirektion Ratzeburg vom 26.11.2021 um 14:11 Uhr

 (Oststeinbek/ Glinde) – Bei den Evakuierungsmaßnahmen kam es zu Verzögerungen, da der Abtransport pflegebedürftiger Personen mehr Zeit in Anspruch nahm und sich einige weitere Personen noch in ihren Wohnungen aufhielten und aus dem Bereich begleitet werden mussten.

Gegen 11:00 Uhr waren alle Personen aus dem Gefahrenbereich und der Kampfmittelräumdienst konnte eine halbe Stunde später mit der Bombenentschärfung beginnen. Gegen 12:20 Uhr war die Fliegerbombe entschärft und der Detonator vor Ort gesprengt worden. Im Anschluss konnten die Sperrungen aufgehoben werden und alle Personen wieder in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren.

Insgesamt waren 110 Polizeikräfte und ca. 235 Kräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes, des THW, der Ordnungsämter der Stadt Glinde und der Gemeinde Oststeinbek sowie der Kampfmittelräumdienst an dem Einsatz beteiligt.

Wir bedanken uns bei allen Einsatzkräften für ihr Engagement, aber auch bei den betroffenen Anwohnern, die große Geduld bewiesen haben.

Erstmeldung NDR vom 26.11.2021

Bombenentschärfung in Oststeinbek – Evakuierung läuft

Oststeinbek / Glinde) – Im Kreis Storman wird am Vormittag eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Insgesamt 5.000 Menschen in Oststeinbek und Glinde müssen Häuser und Wohnungen verlassen.

Gefunden wurde die britische 250-Kilo-Bombe auf einem Bauernhof in der Straße Heidstücken. Zurzeit ist der Blindgänger noch mit einer Stahlplatte gesichert. Um den Fundort wird laut Stadt ein Sicherheitsradius von etwa 1.000 Metern eingerichtet. Rund 3.000 Menschen in Glinde und 2.000 Menschen in Oststeinbek müssen dann ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Die Entschärfung soll um 10 Uhr beginnen und etwa eine Stunde dauern.

Viele Einsatzkräfte, mehrere Sammelstellen

Polizeisprecher Frank Gauglitz sagte NDR Schleswig-Holstein, im Moment werde der Sperrbezirk kontrolliert. Insgesamt sind in beiden Orten mehr als 150 Menschen im Einsatz. Dazu zählen Kräfte der Polizei, Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks und dem Bauhof. In Glinde werden seit dem Morgen rund 50 Menschen in einer Turnhalle betreut, in Oststeinbek sind es etwa 40. Das Deutsche Rote Kreuz hat zusätzlich in Oststeinbek in der Begegnungstätte ein Frühstück organisiert. Dieses Angebot nutzen etwa 20 Bürger.

Bereits seit 7.30 Uhr wurden Straßen gesperrt und Wohngebiete evakuiert:

  • Im Norden: Glinde: Papendieker Redder ab Höhe Wasserwerk, Oststeinbek: Willnbrook/Kampstraße
  • Im Westen: Oststeinbek: Möllner Landstraße Höhe Stormarnstraße und östlich Wiesenweg
  • Im Süden: Glinde: Havighorster Weg, Höhe Brücker Glinder Au, Oststeinbek: ab Lägerfeld
  • Im Osten: Glinde: Tannenweg (auf der Westseite), Möllner Landstraße (ab Star-Tankstelle) und Havighorster Weg (auf der Westseite)

Mehrere Bürgertelefone eingerichtet

Wer keine Möglichkeit hat, bei Bekannten oder Verwandten unterzukommen, kann sich in die Oststeinbeker Walter-Ruckert-Sporthalle oder die Sporthalle der Grundschule Tannenweg begeben. Es sind mehrere Bürgertelefone geschaltet. Für Glinde ist es die Telefonnummer 040 / 71002700, für Oststeinbek gibt es drei Durchwahlen, und zwar die 040 / 713003 -74, -38 und -63.

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NDR – 26.11.2021

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