(Esbjerg) – Die Feuerwehrschule hat weit über das schuleigene Kataster hinaus Boden, Wasser und Gras mit krebserregendem Fluor verseucht. Etwa zwei Kilometer von der Feuerwehrschule entfernt am östlichen Ortsrand von Esbjerg zeigen Bodenproben den Gehalt des Fluorids PFOS, der zwei-, sieben-, acht- und zehnmal über dem Grenzwert liegt.

Die Zeitung „Jyllands-Posten“, dokumentierte vor wenigen Wochen, dass Falck seit Jahren PFOS-haltiges Wasser aus der Feuerwehrschule in ein Naturgebiet leitete, ohne dafür eine Genehmigung der Lommune Esbjerg zu haben. Dieses veranlasste die Kommune, eine Reihe von Proben zu entnehmen, die zeigen, dass sich die Verschmutzung bis zu einigen Kilometern von der Feuerwehrschule entfernt ausgebreitet hat.

Es liegt an dem geschützten Wasserlauf Uglvig Bæk, über den die Giftstoffe weiter in die Felder und Wiesen der Umgebung transportiert werden. „Jyllands-Posten!“ gibt an, dass die Stoffe auch im Grundwasser gefunden wurden.

Angst vor der Umweltbombe PFAS ist die gebräuchliche Bezeichnung für eine Reihe von Fluoriden, die früher unter anderem in Löschwasser verwendet wurden. Sie sind krebserregend, zerstörerisch für das Immunsystem und schwer abzubauen. Experten befürchten eine Umweltbombe mit diesen Stoffen.

Laut „Jyllands-Posten“ gibt dieKommune Esbjerg an, dass die Tests vorübergehend sind und auf eine weitere Überprüfung, Bewertung und Qualitätssicherung warten. Ein Abschlussbericht wird voraussichtlich in Kalenderwoche 50 (13.12. – 19.12.2021) veröffentlicht.

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PFOS

PFOS im Löschschaum wurde 2006 veerboten.

Bis 2011 durften Restbestände noch verwendet werden, danach wurde jegliche Verwendung von PFOS verboten.

2017 wurde die Herstellung oder das Inverkehrbringen von PFOA-haltigen Produkten verboten.

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Quelle: TV2 SYD – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 27.11.2021

Foto: TV SYD