(Keitum / Niebüll) – Gestern Abend wurde die Leitstelle der Flensburger Bundespolizei über einen Vorfall auf der Bahnstrecke Niebüll nach Westerland informiert.

Ein Mann, als Mitfahrer in einem Ford Transit, hatte auf Höhe Keitum gegen 19:15 Uhr das Fahrzeug verlassen um seine Notdurft zu verrichten. Während des Urinierens war er offensichtlich gegen das Notbremsseil gekommen, wodurch eine Zwangsbremsung des Zuges ausgelöst wurde.

Ein Mitarbeiter des Autozugs Sylt (RDC) konnte den Verursacher ausfindig machen und ermittelte die Personalien. Bei der Zwangsbremsung wurde glücklicherweise niemand verletzt.

Das Fahrzeug verließ den Autozug in Westerland. Der Bahnmitarbeiter übergab die Personalien am Verladeterminal in Niebüll an eine Streife der Bundespolizei.

Ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und Missbrauch von Nothilfeeinrichtungen wurden gegen den 50-Jährigen eingeleitet.

Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang: Verlassen Sie ihr Fahrzeug nicht während der Überfahrt mit dem Autozug. Dieses ist lebensgefährlich; auch besteht für alle Fahrzeuginsassen eine Anschnallpflicht.

Quelle Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Flensburg vom 27.11.2021 um 15:39 Uhr

überarbeitet und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 27.11.2021

Foto: Archivbild