(Sandvad) – Am Mittwoch sind neue Bewohner in das Asylzentrum in Sandvad, des Dorfes in der Kommune Vejle, eingezogen. Die Bürger und der Bürgermeister sind unzufrieden damit, dass die dänische Einwanderungsbehörde sie zuvor nicht darüber informiert hat.

Die Einwohner von Sandvad und der Bürgermeister von Vejle sind wütend auf die Einwanderungsbehörde. Grund ist, dass am Mittwoch die ersten Asylbewerber in das örtliche Asylzentrum eingezogen sind, ohne dass jemand aus der Umgebung benachrichtigt wurde. Die Einwanderungsbehörde hat ansonsten immer wieder betont, dass sie mit den Bürgern in einen Dialog über den Aufenthaltsort der Asylbewerber, die möglicherweise eine kriminelle Vergangenheit haben, treten möchte.

Sowohl am Montag als auch am Dienstag dieser Woche traf sich die Einwanderungsbehörde mit dem Bürgermeister und den Bürgern von Sandvad, und beide Parteien äußerten sich nun unzufrieden, dass sie nicht über den Einzug neuer Bewohner in das Asylzentrum des Roten Kreuzes am Mittwoch informiert wurden.

„Bei unserem Treffen mit der Einwanderungsbehörde am Dienstag sagten sie nichts über den Einzug neuer Einwohner am nächsten Tag. Mein Eindruck ist, dass sich unsere neuen Bewohner durch die Hintertür eingeschlichen haben“, sagt Kirsten Paugan, Vorsitzende der Sandvad Beboerforening (Einwohnervereinigung).

Am Mittwoch bestätigte die Einwanderungsbehörde TV SYD, dass die ersten Flüchtlinge aus Brovst in Nordjylland (Nordjütland) ins Zentrum nach Sandvad gezogen sind. Die restlichen Bewohner werden in den nächsten Wochen umgesiedelt. Dieses veranlasste die Bürger des Dorfes, ein Treffen mit der dänischen Einwanderungsbehörde zu verlangen.

„Wir bitten jetzt um eine Dringlichkeitssitzung, in der wir hart gegen sie vorgehen werden. Wenn sie für die Sicherheit gegenüber den Bürgern bezahlen können, können sie auch für die Erhöhung der Sicherheit in der Gegend bezahlen“, sagt sie und fährt fort: „Die Einwanderungsbehörde hat versprochen, zusätzliche Beleuchtung in Sandvad anzubringen. Dieses werden wir auch einfordern. Jetzt muss das Dorf beleuchtet werden, und leider nicht mit Weihnachtsbeleuchtung. Uns wurden mehrere Laternenpfähle in der Stadt versprochen.“

Auch im Bürgermeisteramt in Vejle herrscht große Unzufriedenheit mit dem Informationsstand der Einwanderungsbehörde. „Bei unserem Treffen mit ihnen am Montag wurden wir über den Umzug nicht informiert, und ich denke, sie hätten das sagen sollen“, sagt Vejles Bürgermeister Jens Ejner Christensen (Venstre / echtsliberale Partei), „Ich bin sowohl frustriert als auch überrascht und enttäuscht von der Arbeitsweise der Einwanderungsbehörde, weil sie so weit von unserer Arbeitsweise in der Kommune Vejle entfernt ist. Wir hatten ansonsten seit 15 Jahren eine fantastische Zusammenarbeit, die sich im Fall Sandvad jedoch völlig unverständlich eingestellt hat“, findet er.

Die Kommune Vejle wird sich nun erneut an den Minister für auswärtige Angelegenheiten und Integration, den Sozialdemokraten Mattias Tesfaye, wenden, um auf die Unzufriedenheit mit dem Kommunikationsstand im Fall des Asylzentrums in Sandvad aufmerksam zu machen.

Quelle: TV2 SYD – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 02.12.2021

Foto: TV SYD