Sowohl das Geschäftsleben der Wirtschaft als auchdie Kultur können sich nach dem heutigen Inkrafttreten der neuen Corona-Beschränkungen über neue Ausgleichsmöglichkeiten freuen. Am Samstagabend konnten sowohl das Kultusministerium als auch das Wirtschaftsministerium in Pressemitteilungen mitteilen, dass es aufgrund der neuerlichen Corona-Beschränkungen eine helfende Hand auf dem Weg in Wirtschaft und Kultur gibt.

Dieses bedeutet unter anderem, dass bis einschließlich dem 15. Januar 2022 für das kulturelle Leben finanzielle Ausgleichszahlungen vorgesehen sind, wenn die Corona-Beschränkungen zu einer Absage von Veranstaltungen führen oder eine Produktionsverschiebung erforderlich machen.

Für die Wirtschaft bedeutet es unter anderem, dass Unternehmen, die von den Beschränkungen betroffen sind, freiwillig schließen können und gleichzeitig eine finanzielle Entschädigung erhalten. Den Unternehmen können bis zu 90 Prozent der Fixkosten und Umsatzausfälle erstattet werden, gleichzeitig kann die Lohnausgleichsregelung für rückgeführte Arbeitnehmer genutzt werden.

Beide Abkommen wurden von einer Mehrheit der Fraktionen im Parlament geschlossen. In den nächsten vier Wochen ist es für den Veranstalter nicht mehr erforderlich, bereits geschlossene Verträge mit Künstlern zu kündigen oder zu stornieren, um eine Entschädigung aus dem sogenannten Veranstalterschema zu erhalten. Es soll sowohl dem Veranstalter als auch dem Künstler eine sicherere Zukunft bieten.

„Es ist absolut entscheidend, dass wir in einer schwierigen Zeit Sicherheit schaffen und unser Kultur- und Sportleben unterstützen. Als etwas ganz Neues ermöglichen wir den Veranstaltern, ihre Verträge mit den Künstlern aufrechtzuerhalten. Damit soll den Künstlern eine bessere Absicherung über abgesagte Veranstaltungen gewährleistet werden“, sagt Kulturministerin Ane Halsboe-Jørgensen (Socialdemokraterne) in der Pressemitteilung.

Das Abkommen soll auch „besonders in Not geratenen Kulturinstitutionen“ helfen, die durch coronare Restriktionen vom Konkurs bedroht sind. Auch das Sportleben wird berücksichtigt, da 20 Mio. Kronen (2,69 Mio. Euro) für Sportverbände zum Ausgleich von Einnahmeausfällen aus abgesagten Veranstaltungen vorgesehen sind.

Es ist nicht nur für Wochen im Voraus, dass Hilfe für die Unternehmen gefunden wird. Ab dem Tag des Inkrafttretens der Beschränkungen, also dem 10. Dezember bzw. 19. Dezember 2021, kann eine Entschädigung beantragt werden.

„Bei Einschränkungen erfolgt die Hilfe. Deshalb haben wir letzte Woche das breite Sicherheitsnetz unter der dänischen Wirtschaft gespannt und nun das Netz angepasst und erweitert, damit Betroffene Hilfe bekommen“, sagt Industrie- und Handelsminister Simon Kollerup (Socialdemokraterne) in der Pressemitteilung.

Darüber hinaus wird auch der Pool für weggeworfene verderbliche Waren erweitert, so dass Unternehmen und Lieferanten, die von den Beschränkungen vom 19. Dezember betroffen sind. Unternehmen können auch eine Entschädigung von bis zu 150.000 Kronen (20.160 Euro) für saisonale Kosten wie Weihnachtsdekoration oder andere Dekoration und 250.000 Kronen (33.610 Euro) für saisonale verderbliche Lebensmittel beantragen.

Quelle: TV SYD – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 19.12.2021

Foto: TV SYD