(København) – Die diesjährige Neujahrsansprache warf einen Blick zurück auf die Zeit der Königin als Regentin und ein Jahr im Zeichen der Corona. Corona, Klima, ein toller Sportsommer und Afghanistan. Darauf hat sich Ihre Majestät die Königin in ihrer 50. Neujahrsansprache konzentriert, die sie gerade vor den Dänen aus Amalienborg in København gehalten hat.

In einem erneut stark von Corona geprägten Jahr war es hier nicht verwunderlich, dass die Dronning mit ihrer Rede begann. Sie betonte die Bemühungen der Forscher, Erkenntnisse über Covid-19 zu gewinnen und Impfstoffe zu entwickeln. „Manchem gebührt ein besonderer Dank, manches fällt uns in unserem Alltag vielleicht nicht so stark auf: Es sind die Forscher, die Tage und Jahre damit verbringen, tief in eine Substanz zu graben, von der die meisten von uns nicht viel Ahnung haben“, sagte Ihre Majestät.

Sie hat sich auch eine der anderen großen Herausforderungen der Zeit einfallen lassen – nämlich den Klimawandel. Wissenschaft und Technologie können uns helfen, die Ziele der Klimaneutralität und Nachhaltigkeit zu erreichen. Wir stehen vor großen Herausforderungen und Verpflichtungen, nicht zuletzt zum Wohle künftiger Generationen. „Wir alle müssen damit klarkommen – rechtzeitig, sagte sie.

In wenigen Wochen kann die Queen ihr 50-jähriges Regierungsjubiläum feiern und die Queen blickte auf die vergangenen Jahre zurück. „Es fällt mir schwer zu begreifen, wo die vielen Jahre geblieben sind. Ich glaube, sie sind so schnell gegangen. Vieles hat sich in dieser Zeit verändert; aber nicht die Liebe meiner Lieben und nicht die Liebe zu meinem Land“, sagte sie.

Wie üblich wurden Gedanken an die anderen Länder des Commonwealth gesandt, und Königin Margrethe erinnerte sich an ihre Reisen nach Grønland und auf die Færøerne (Färöer) im Laufe des Jahres. Die Færingerne (Färinger) erhielten „ein herzliches Dankeschön für diesen Sommer“. „Ich werde meinen Besuch mit großer Dankbarkeit in Erinnerung behalten“, sagte die Königin.

Als Dronning Margrethe im Oktober in Grønland war, besuchte sie das Icefjord Center in Ilulissat (Archivfoto). (Foto: Nadia Kronborg © DR)

Der Besuch in Grønland hätte ebenfalls im Sommer stattfinden sollen, verzögerte sich jedoch durch einen Maschinenschaden auf der königliche Yacht, und die Königin erreichte Grønland erst im Oktober. Zudem wurde der Besuch zum Ärger der Dronning stark verkürzt. „Andererseits waren die paar Tage im Oktober ein wunderbares Erlebnis, für das ich von ganzem Herzen danke“, sagte sie.

Königin Margrethe hielt 1972 ihre erste Neujahrsansprache, und sie ist die dänische Regentin, die die meisten davon gehalten hat. Als sie vor 49 Jahren die Fernsehansprache zum ersten Mal vor dem Volk hielt, war sie 32 Jahre alt und seit knapp einem Jahr Königin.

Ebenfalls 1972, als Königin Margrethe ihre erste Neujahrsansprache an das Volk hielt, stand der obligatorische Blumenstrauß auf dem Tisch. (Foto: STEEN JACOBSEN © Scanpix Dänemark)

In dieser Rede stand unter anderem der Verlust ihres Vaters, Kong Frederik IX., aber auch, dass Dänemark nach einem Referendum Teil der EU wurde, die damals noch EG hieß. Seitdem schickt sie alljährlich die bekannten Grüße nach Grønland und auf die Færøerne, so wie auch die Schlussworte zur Tradition gehören.

Aber gelegentlich hat Dronning Margrethe den Dänen auch ein kleines Liedchen geliefert. Einer der überraschendsten ist der mit den albernen Bemerkungen von 1984, die ein Kommentar zum Empfang der Gastarbeiter waren, die nach Dänemark kamen. „Dann kommen wir mit unserem dänischen Humor und kleinen dummen Bemerkungen. Dann begegnen wir ihnen mit Coolness, und dann ist es nicht mehr weit zu Belästigungen und härteren Methoden. Das können wir uns nicht bewusst sein. Wenn wir wollen, dass die neuen Jahre besser werden als die alten, ist dies ein guter Anfang“, sagte sie.

Auch Dronning Margrethe hat uns im Laufe der Zeit gebeten, sich mit dem Jantel-Gesetz zurückzuhalten, keine Angst davor zu haben, Verantwortung zu übernehmen und etwas voneinander zu erwarten.

Quelle: Danmarks Radio – übersetzt und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 31.12.2021

Foto: Danmarks Radio