(Tåsinge) – Der Campingmanager träumt von Solarzellen und Ladestationen, doch die Steuer macht es weniger attraktiv. Sten Palle Jørgensen ist Campingplatz-Manager bei Carlsberg Camping auf dee südlich von Fyn (Fünen) gelegenen Insel Tåsinge.

Er träumt von einem klimafreundlicheren Campingplatz. Ein Campingplatz, auf dem er Campern mit Elektroautos Ladestationen auf dem Parkplatz anbieten kann und wo Solarzellen den jährlichen Stromverbrauch des Campingplatzes von 300.000 Kilowatt decken können.

Statsministerin Mette Frederiksen (Socialdemokraterne) würde diesen Traum höchstwahrscheinlich begrüßen. Jedenfalls sprach sie in der diesjährigen Neujahrsansprache über Dänemark als grünes Pionierland. „Gemeinsam müssen wir so ungeduldig sein, wie es die Welt braucht“, sagte die Statsministerin unter anderem.

Und auch der Campingplatz-Manager ist diesem Aufruf eifrig gefolgt, aber öffentliche Regeln und Gebühren stehen der grünen Umstellung auf dem Campingplatz im Wege. „Gebühr für mehr Grün? Sie ist so schwammig, die ganze Gesetzgebung“, sagt Steen Palle Jørgensen.

Dem Campingplatzbetreiber wird eine Gebühr berechnet, wenn er auf dem Campingplatz Solarstrom einrichtet. „Etwa 60 Öre pro Kilowatt Solarzellenleistung“, erzählt er TV 2 Fyn. „Es ist völlig grotesk.“

Steen Palle Jensen sieht daher den Wunsch der Statsministerin nach einer grünen Zukunft nicht ausschließlich optimistisch. „Es ist sehr gut, sie sagt das alles, aber es wird nichts daraus“, sagt der Campingplatz- Manager und drückt gleichzeitig aus, dass er der Meinung ist, dass die Politiker von Christiansborg auf dem dänischen Boden bleiben sollten.

Quelle TV NORD – übersetzt und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 03.01.2022

Foto: TV NORD