(Sorø) – In den letzten drei Jahren wurde die Klosterkirke in der Kleinstadt Sorø auf Sjælland (Seeland) einer umfassenden Restaurierung unterzogen, die nun kurz vor dem Abschluss steht. Es ist sowohl schön als auch traurig, wie es heißt. Staub, Lärm und Gerüste haben die Sorø Klosterkirke in den letzten drei Jahren erfüllt. Aber bald ist es vorbei.

Die letzten Schrauben sind weitestgehend angebracht, die letzten Pinselstriche sind so gut wie genommen und schon öffnet die Kirche ihre Pforten für einen neuen und restaurierten Look. „Es ist toll, eine große und komplizierte Aufgabe zu bewältigen, aber es ist auch ein bisschen traurig, weil es ein spannender Prozess war, der anziehend und unglaublich aufregend war“, sagt Jens Kristian Poulsen, Direktor der Stiftelsen Sorø Akademi.

Sorø Klosterkirke wurde seit den 1870er Jahren nicht mehr weiß getüncht. Foto: Jacob Topsøe Dach,

Die Sorø Klosterkirke ist 850 Jahre alt, und es gab daher mehrere Dinge, für die die 70 Millionen Kronen (9,4 Mio. Euro) für das Projekt ausgegeben werden mussten. Unter anderem wurden Teile des Daches erneuert, die Fresken aufgefrischt, neue Türen angefertigt und dann auch noch Geld für die Reparatur des Altarbildes von 1656 ausgegeben.

Frans Brøgger ist Tischler bei Hej Tømreren ApS in Dianalund, und trotz seiner fast 30-jährigen Betriebszugehörigkeit hat er sich dieser Aufgabe mit großer Begeisterung angenommen. „Das ist fast wieder eine Gesellenprüfung. Es sei nicht sicher, ob ich zu meiner Zeit noch einmal so ein Projekt machen werde“, sagt er.

Frans Brøgger war an der Herstellung von vier Eichentüren für die Kirche beteiligt. Sie hätten eigentlich nur eine letzte kleine Arbeit sein sollen, aber sie entpuppten sich als Zeitfresser. „Wir hätten nicht gedacht, dass die Türen so lange brauchen, aber es war ein Stück Produktentwicklung, die Eichentüren zusammen mit der Bronzeverkleidung zu versehen“, sagt Jens Kristian Poulsen.

Sorø Klosterkirche:

  • Sorø Klosterkirke wurde um 1161 gebaut
  • Sie weist deutliche Bezüge zu norditalienischen und französischen Backsteinbauten auf und gehört zu den ersten Gebäuden in den nordischen Ländern aus rotem Backstein. Zusammen mit der restlichen kulturellen Umgebung im Akademihaven in Sorø ist es eine wichtige Touristenattraktion.
  • Die Kirche ist eine der wenigen verbliebenen Kirchen in Privatbesitz in Dänemark. Sie ist im Besitz der Stiftelsen Sorø Akademi.
  • Das Innere der Kirche wurde seit den 1870er Jahren nicht mehr weiß getüncht.
  • Die Restaurierung kostet insgesamt 70 Millionen Kronen (9,4 Mio. Euro).
  • Das Geld wird von A.P. Die Møller-Stiftung (25 Mio. Kronen / 3,35 Mio. Euro) und das örtlich ansässige Unternehmen Sorana A/S im Besitz von Lorenz Jørgensen (25 Mio. DKK / 3,36 Mio. Euro), die Augustinus-Stiftung (7,5 Mio. Kronen / 1 Mio. Euro) für die Restaurierung von Fresken und ca. 3 Mio. Kronen (403 Tsd. Euro) aus den Kassen des Propstes zusätzlich zu den Mitteln der Stiftung.

Quelle: Sorø Academy FoundationStiftelsen Sorø Akademi

Und im Herbst haben wir es geschafft, sie sowohl zu entwerfen als auch an Ort und Stelle wieder einzusetzen. Trotz der Schiefe legten die Mönche Steine in die mittelalterlichen Öffnungen und arbeiteten daran, die neue Bronze wie die alte aussehen zu lassen. „Wenn ich es so gearbeitet hätte, wäre es völlig unansehnlich gewesen, und damit kann niemand leben. Sie wollen zum Beispiel etwas, das dem Fallrohr entspricht, also mussten wir schummeln und einen Prozess erzwingen, damit das Neue wie das Alte aussieht“, sagt Anders Nielsen, Maschinenarbeiter bei J.E. Pedersen in Køge.

Kuratorin Katrine Eltang (rechts) war vier Tage die Woche in der Klosterkirke von Sorø, um die alten Gemälde zu restaurieren. Foto: Jacob Topsøe

Kuratorin Katrine Eltang war vier Tage die Woche in der Klosterkirke von Sorø, um die alten Gemälde zu restaurieren Dafür wurden speziell angefertigte Bronzefase, Nägel und Muttern benötigt, und nach einem Patinierungsprozess in Svendborg waren die Bronzebeschläge für die Tür alt genug, um sie zu akzeptieren, damit sie angebracht werden konnten.

Es war auch für den Maschinenarbeiter einzigartig, an dem Restaurierungsprojekt in Sorø teilzunehmen. „Es passiert wahrscheinlich nur einmal im Leben. Gerade in dieser Größenordnung“, sagt Anders Nielsen.

Am 22. Januar weiht Dronning Margrethe II. die Abteikirche neu ein. Erst im Februar wird die Kirche wochentags geöffnet, so dass Interessierte einen Blick ins Innere werfen und das Ergebnis der dreijährigen Restaurierungsarbeiten sehen können.

BILD: Soroe-Klosterkirke-c – Die Herstellung der neuen Eichentüren mit den Bronzebeschlägen dauerte etwas länger als erwartet. Foto: Jacob Topsøe

Quelle: TV2 ØST – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 05.01.2022

Fotos: Stiftelsen Sorø Akademi