Die vier Piraten, die bei einem Schusswechsel mit der dänischen Fregatte „Esbern Snare“ hat tote Piraten übergeben Die vier Piraten, die bei einer Schießerei mit dänischen Streitkräften im Golf von Guinea getötet wurden, wurden an Nigeria übergeben.

Nach zwei Monaten in einem Kühlraum auf der dänischen Fregatte „Esbern Snare“ wurden am Freitag die Leichen von vier mutmaßlichen Piraten, die bei einem Schusswechsel mit dänischen Spezialeinheiten in der Guinea Bucht getötet wurden, sind den nigerianischen Behörden übergeben worden. Das schreibt die dänische Marine auf ihrer Website.

Die vier Männer wurden getötet, als es am 24. November zu einer Schießerei zwischen den mutmaßlichen Piraten und der Besatzung der „Esbern Snare“ kam. Die Fregatte hatte die diplomatische Erlaubnis erhalten, in nigerianische Gewässer zu fahren, um die vier Toten an Vertreter der nigerianischen Behörden zu übergeben.

Die Überführung der vier Toten verlief planmäßig. Mit zwei Schlauchbooten der Fregatte wurden sie auf ein nigerianisches Schiff überführt, das sie über eine Luke auf dem Achterdeck entgegennahm. Anschließend wurden Übergabedokumente unterzeichnet und übergeben, und die „Esbern Snare“ verließ wieder nigerianische Hoheitsgewässer.

Im Zusammenhang mit dem Schusswechsel am 24. November wurden vier weitere Männer festgenommen. Drei von ihnen wurden freigelassen, in ein kleineres Boot mit Außenbordmotor und den notwendigen Lebensmitteln und Treibstoff verfrachtet und in Richtung der nigerianischen Küste abgesetzt. Der vierte wurde bei dem Schusswechsel verletzt und sein Bein amputiert.

Die dänischen Behörden urteilten, dass es nicht vertretbar wäre, ihn auf See freizulassen, da er verletzt ist und in ein Krankenhaus in Ghana eingeliefert wurde. Er wurde deshalb nach Dänemark gebracht, wo er am 7. Januar einem gerichtlichen Verhör vorgeführt wurde. Hier sitzt er wegen versuchten Mordes an dänischen Soldaten in Untersuchungshaft. Beim Verhör bekannte sich der 39-jährige Nigerianer auf nicht schuldig.

Er erklärte, dass dänische Soldaten aus einem Helikopter ohne Vorwarnung auf das Boot mit den mutmaßlichen Piraten geschossen hätten. Er bestritt auch, dass er und die anderen Piraten waren. Sie seien ausgefahren, um ein Schiff zu einem Fluss zu lotsen, wo es beladen werden sollte, lautete seine Erklärung.

Quelle: TV2 – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 22.01.2022

Foto: TV2