Dänemark feiert seinen zweiten „Freedom Day“.Trotz weiterhin hoher Neuinfektionszahlen und einer Inzidenz von über 5.000 fielen in Dänemark am neutigen Dienstag praktisch alle Corona-Beschränkungen weg und sind Geschichte. Die Regierung hat alle Maßnahmen aufgehoben.

In dem Land muss dann kein Mund-Nasen-Schutz mehr getragen werden, obwohl sich In den vergangenen Tagen im Schnitt 40.000 Menschen täglich mit Covid-19 infiziert haben. Auch Nachweise über Impfungen, Genesungen und negative Tests per Corona-Pass sind nicht mehr nötig. Großveranstaltungen können ungehindert über die Bühne gehen. Auch das Nachtleben darf wieder uneingeschränkt stattfinden. Covid-19 wird nicht mehr als „gesellschaftskritische Krankheit“ eingestuft.

Im September vergangenen Jahres hatte sich Dänemark schon einmal vollends von den Beschränkungen verabschiedet. Dann stiegen die Neuinfektionszahlen aber wieder an, weshalb sie nach und nach wieder eingeführt wurden. Heute hat Dänemark eine tägliche Zahl an Neuinfektionen im mittleren fünfstelligen Bereich – das sind Höchststände, die vor dem Aufkommen der Omikron-Variante des Coronavirus im November kaum vorstellbar waren.

Diese Zahlen haben sich jedoch nicht so stark wie befürchtet auf den Intensivstationen niedergeschlagen. Mildere Krankheitsverläufe bei Omikron-Ansteckungen und hohe Impfzahlen sind die wesentlichen Gründe dafür, weshalb sich die Dänen zur umfassenden Lockerung entschieden haben.

Der dänische Gesundheitsminister Magnus Heunicke (Socaldemokraterne) kündigte das Vorhaben in der vergangenen Woche mit der hohen Corona-Impfquote in Dänemark an. 3,5 Millionen Menschen und damit mit mehr als 60 Prozent der Bevölkerung in Dänemark haben bereits eine Booster-Impfung erhalten, 81 Prozent der Dänen sind zweifach geimpft. Damit übertrifft das Land die Pläne der Gesundheitsbehörden. Zum Vergleich sind in Deutschland 75 Prozent zweifach und 50 Prozent der Bevölkerung dreifach geimpft.

Einreiseregeln vor allem für Ungeimpfte bleiben als einzige Beschränkung vier Wochen lang weiter bestehen.

von

Günter Schwarz – 01.02.2022

Foto: Archivbild