Gestern, am Dienstag konnte man in Dänemark beim Einkaufen die Schutzmaske fallen lassen. Es war ein neuer Alltag, der gestern begonnen hat. Wir konnten ohne Mund-Nasen-Schutz auskommen, mussten nicht nach Hause geschickt werden – und konnten wieder in ein Restaurant gehen. Viele begrüßten den Tag mit Freude – andere mit Sorge.

Es ist einfach schön. In Kvickly in Nykøbing Falster freuten sich viele Kunden am Dienstag, wo sie ohne Maske und beschlagene Brille mit dem Einkaufswagen herumfahren konnten. „Ich finde es wirklich schön, dass man einfach herumlaufen kann, ohne darüber nachzudenken, ob man die Schutzmaske vergessen hat“, sagt Henning Jensen aus Nykøbing Falster.

Und auch bei den Mitarbeitern herrscht Freude. – Jetzt können wir sowohl hören als auch sehen, was die Kunden sagen. Es ist natürlich schön, die Gesichter der Kunden wieder zu sehen“, sagt Michael Jensen, stellvertretender Geschäftsführer bei Kvickly in Nykøbing Falster.

Michael Jensen ist stellvertretender Geschäftsführer bei Kvickly in Nykøbing Falster. Foto: Katja Højbjerg – TV2 ØST

In Nakskov gab es auch einige, die sich sehr gefreut haben, einander wiederzusehen. „Es ist großartig, die Kollegen wiederzusehen und auch gute Arbeitsbedingungen zu haben. Zwei Bildschirme und so weiter. Und ein gutes Mittagessen auch“, sagt Rosa Aarslev, Beraterin für Sonderpädagogik bei Nota in Nakskov.

Bei Nota, das Hörbücher, E-Books und Punktebücher für Legastheniker und Menschen mit Sehbehinderung herstellt, haben viele der 60 Mitarbeiter während der Corona-Zeit von zu Hause aus gearbeitet. „Es ist schön, die Menschen wieder physisch zu sehen. Wir sind jetzt seit ein paar Jahren auf Skype“, sagt Hans Meinert, der Bibliothekar bei Nota ist.

Mehrere Mitarbeiter haben gerne von zu Hause aus gearbeitet – die Corona-Situation hat also auch Gutes mit sich gebracht. „Es gibt viele Leute, die gute Dinge über die Arbeit von zu Hause aus berichten können. Und wir hoffen auf sie“, sagt Anna Laurentzius, Digital Production Manager bei Nota.

In Kvickly in Nykøbing Falster sind auch aus der Corona gute Initiativen hervorgegangen – so gut, dass sie nicht einfach verschwinden. „Was wir behalten, sind unsere Entfernungsmesser rund um den Laden. Dann gibt es dort oben vor den Boxen Plastikgitter und dann unser Händedesinfektionsmittel. Es ist auch von Vorteil, um hier im Laden einzukaufen“, sagt der stellvertretende Geschäftsführer Michael Jensen.

Jemand ist glücklich. Das gilt jedoch nicht unbedingt für Inge Lund, die sich immer noch nicht ganz sicher ist, den Mund-Nasen-Schutz wegzuwerfen. „Ich denke, wir müssen immer noch vorsichtig sein. Natürlich werden wir wahrscheinlich alle zusammen irgendwann Corona bekommen, und ich habe zugegebenermaßen ein bisschen Angst davor“, sagt sie.

Und andere haben auch Bedenken. „Auf eine Weise finde ich, dass zu viel auf einmal eröffnet wird. Das ist nur meine Meinung dazu“, sagt Irene Lauridsen.

Quelle: TV2 ØST – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 02.02.2022

Fotos: TV2 ØST