Dänemark und Deutschland müssen die Zusammenarbeit bei Offshore-Wind intensivieren, sagt Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nach einem Treffen mit der dänischen Statsministerin Mette Frederiksen (Socialdemokraterne).

Dänemark gehört zu den Ländern der Welt mit den größten Ambitionen in Sachen Offshore-Wind. Dieses kann den Weg für eine verstärkte Zusammenarbeit mit Deutschland beim Klimaschutz ebnen. Bundeskanzler Olaf Scholz und die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sagen nach einem Arbeitsessen am Mittwoch in Berlin, sie hätten den gemeinsamen Wunsch, die Zusammenarbeit im Klimaschutz zu stärken.

„Wir haben über die Offshore-Windenergie gesprochen, wo wir die Zusammenarbeit intensivieren wollen. Wir haben gemeinsame Ambitionen im Klimabereich und als Nachbarn die gleichen technologischen Zukunftsvorstellungen“, sagte Olaf Scholz.

Auf den Inhalt der Zusammenarbeit geht er allerdings nicht näher ein, aber aus Sicht der dänischen Industrie könnten die Äußerungen ein Anstoß für weitere Exporte dänischer Offshore-Windkraftanlagen sein, bei denen Dänemark und nicht zuletzt Esbjerg führend bei der Herstellung sind.

Deutschland steht vor einem enormen Energiebedarf, nachdem die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Ausstieg aus der deutschen Atomkraft beschlossen hat. Seitdem hat die Krise in der Ukraine gezeigt, dass die wachsende Abhängigkeit Deutschlands von russischem Gas mit Dilemmata behaftet ist.

Auch Mette Frederiksen sieht die Möglichkeit einer engeren Klimakooperation zwischen Dänemark und Deutschland. Auf der Pressekonferenz in Berlin sagte sie: „Ich bin froh, dass wir eine neue Bundesregierung haben, die sich im Klimabereich sehr hohe Ziele gesetzt hat. Für Europa sei es wichtig, dass sich eines der großen Länder im Klimabereich wirklich in den Kampf werfe.“

Quelle: TV SYD – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 10.02.2022

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