Der Tierschutz empfiehlt, den Seehunden in den Winterferien ihre Ruhe zu gönnen und sie nicht unnötig zu stressen. Die Winterferien stehen vor der Tür, und bald werden sich Urlauber wieder in die dänische Natur wagen.

In den Winterferien erhalten sie bis zu 50 Prozent mehr Anrufe als in den Wochen um sie herum von besorgten Bürgern, die eine einsame Robbe an Land gesehen haben. Laut Michael Carlsen, Zoologe und Projektleiter bei Dyrenes Beskyttelse (Tierschutz), ist es jedoch völlig normal, dass Seehunde auch an Land gehen.

„Die Menschen assoziieren Seehunde mit Wasser, aber sie machen tagsüber einige Pausen, in denen sie das Land aufsuchen, um sich auszuruhen“, sagt er. Laut Ornithologe Rolf Christensen gibt es derzeit eine Rekordzahl an Robben in Grenen bei Skagen. Es gibt also etwas zu sehen, wenn die Dänen in den Winterferien raus in die Natur gehen.

„Am Mittwoch haben wir sogar 26 Kegelrobben-Welpen beobachtet, was den bisherigen Rekord von 16 Kegelrobben-Welpen aus dem Jahr 2020 übertrifft“, teilt er schriftlich mit.

BLOCK Hier gibt es Robben in Østjylland (Ostjütland)

n Østjylland können Sie vor allem entlang der Küsten von Djursland und auf Anholt gelegentlich Seehunde sehen.

Aber auch in der Gudenå und in der Nähe mehrerer anderer Küstenabschnitte wurden gelegentlich Robben gesichtet.

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Wenn Sie einen einsamen Kegelrobbenwelpen in freier Wildbahn sehen, brauchen Sie sich ebenfalls keine Sorgen zu machen. Laut Rolf Christensen sind sie um diese Jahreszeit mindestens anderthalb Monate alt und können sich daher selbst versorgen. Allerdings reagieren einige Menschen mit Angst, wenn sie einem einsamen Seehund an Land begegnen.

Laut Michael Carlsen beobachtet der Tierschutz manchmal, dass Menschen den Robben zu nahe kommen. „Wir sehen einige Touristen, die gerne direkt neben der Robbe stehen und ein Foto damit machen möchten“, sagt Michael Carlsen und fährt fort; „Es wird nicht empfohlen. Die Robben werden gestresst und bewegen sich. Das bedeutet, dass sie wichtige Energie verbrennen und zusätzliche Zeit aufwenden müssen, um Nahrung zu finden. Im Extremfall kann eine Begegnung mit einem Seehund nicht nur Folgen für den Seehund haben. – Robben sind Raubtiere und können beißen. Sie haben Zähne wie ein sehr großer Hund“, sagt er.

Obwohl die Robben interessant anzusehen sein können, empfiehlt Michael Carlsen, dass Sie mindestens 20 Meter von ihnen entfernt bleiben.

Quelle: TV2 ØSTJYLLAND – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 10.02.2022

Foto: Archivbild