(Aarhus) – Die Angler befürchten, dass ein Ausbau des Hafens von Aarhus die bereits unter Druck stehende Meeresumwelt weiter zerstören könnte. Damit ist der Ausbau des Hafens von Aarhus auf neuen Widerstand gestoßen.

Die Angler sind besorgt über die Meeresumwelt, wenn über eine mögliche Hafenvergrößerung positiv entschieden wird. Wenn es zum Hafenausbau von Aarhus kommt, müssen Sie den ausgegrabenen Meeresboden woanders in der Bucht abladen. Eine Methode namens „Verklappen“.

Die Kommune will den Hafen im Süden um 104 Hektar erweitern, was 140 Fußballfeldern entspricht. Um ein großes Hafenbecken zu bauen, muss ein Teil des Meeresbodens ausgehoben werden. Dieser Meeresboden soll in die Bucht von Aarhus gekippt werden.

Was bedeutet verklappen?

  • Verklappen ist, wenn man den Meeresboden von Häfen und Fahrwasservertiefungen ausgräbt und ins Meer kippt.
  • Die Bezeichnung „Verklappen“ rührt daher, dass das Bewegen und Abkippen des Aushubs mit einem Spezialschiff erledigt wird, das am Boden Klappen hat.
  • Die Deponierung erfolgt immer auf einer von der Miljøstyrelsen (Umweltschutzbehörde) genehmigten Abladestelle. Das Verklappen kann möglicherweise umweltschädlich sein oder andere Aktivitäten auf See beeinträchtigen und erfordert daher eine behördliche Genehmigung der Miljøstyrelsen.

Quelle: Miljøstyrelsen

Torben Tran Ankjærø vom Danmarks Sportsfiskerforbund (Dänemarks Sportfischerverband) ist einer von denen, die das Gebiet um die Aarhus-Bucht nutzen. Doch die Expansionspläne seien seiner Meinung nach ein Schritt in die falsche Richtung.

„Wir vermissen das Leben und die Fische in der Bucht von Aarhus sehr. Dort müssen wir zusammenarbeiten, um voranzukommen. Und das wirft uns zurück“, sagt er.

Nach Angaben der Angler ist die Meeresumwelt in der Bucht von Aarhus in einem schlechten Zustand.

Er ist skeptisch gegenüber dem Plan, den überschüssigen Meeresboden zu entsorgen. Als Angler sind wir nervös, dass diese Verklappungsaktivität die Meeresumwelt weiter beeinträchtigen kann. „Die Meeresumwelt wird weiter geschädigt, die ohnehin bereits am Boden liegt und ganz unten ist“, sagt Torben Tran Ankjærø.

Unterwasseraufnahme aus einem Gebiet in der Nähe von Fredericia, wo eine erklappung stattgefunden hat. Foto: Søren Larsen

Diese Meinung teilt auch Troels Holstein Kaa, Vorsitzender des Angelvereins AROS. „Es gibt viele Unterwasseraufnahmen von Orten, an denen verklappt wurde. Dort können Sie sehen, dass der Boden tot ist. Jegliches Leben wird aus diesen Bereichen entfernt. Wir wissen also, dass es negative Auswirkungen hat“, sagt er.

Unter den Anglern würde man gerne eine andere Lösung sehen, als den Meeresboden an anderer Stelle in der Bucht von Aarhus zu versenken. „Wir möchten, dass Sie gründlich prüfen, welche Alternativen es zum Verklappen gibt. Es gibt icher auch Möglichkeiten, es an Land zu lagern“, sagt Torben Tran Ankjærø.

Von Seiten der Angler hofft man, dass eine Lösung die Meeresumwelt schützen kann.

Torben Tran Ankjærø (links) und Troels Holstein Kaa (rechts) beim Angeln im Hafen von Aarhus.

„Es muss einige kreative und innovative Unternehmen geben, die ein Angebot für eine bessere Lösung haben, die besser für die Umwelt ist“, sagt Troels Holstein Kaa. Und seiner Meinung nach sind es nicht nur die Angler, die wollen, dass andere Optionen in Betracht gezogen werden.

„Es sind auch Segler, Vogelliebhaber und Freunde anderer Tierarten als Fische“, sagt Troels Holstein Kaa.

Der Hafen von Aarhus wollte nicht befragt werden, während der Fall noch verhandelt wird.

Die öffentliche Anhörung läuft bis zum 4. März.

Quelle: TV2 ØSTJYLLAND – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 19.02.2022

Fotos: TV2 ØSTJYLLAND