Ein neues Nest in 17 Metern Höhe auf einem Silo könnte brütende Störche anlocken. Sie lieben es, hoch oben zu leben und die Möglichkeit zu haben, aufzusteigen. Auf einem Silo in 17 Metern Höhe wurde gerade ein neues Storchennest errichtet. Es ist das höchstrangige Storchennest in Dänemark.

Das Nest liegt zwischen Rens und Lydersholm und ist jetzt Teil der „Storchenmauer“ entlang der dänisch-deutschen Grenze, wo es bereits rund 60 Nester gibt. TV SYD streamt rund um die Uhr aus dem Storchennest in Smedager.

Das Nest könnte bei zukünftigen Storchenpaaren beliebt werden, da es so hoch ist. „Störche werden definitiv von einem Nest an einem solchen Ort angezogen, also könnte es durchaus einen Kampf darum geben“, sagt Mogens Lange von Storkene.dk „Diese Art von Silonestern kennen wir u. a. aus Sydslesvig (Südschleswig), Skåne (Schonen) und die Niederlande. Der Vorteil eines so hohen Standorts ist, dass der Storch dann ganz nach draußen schweben kann, um Nahrung zu finden. Das bedeutet, dass er nur Energie aufwenden muss, um in eine Richtung zu fliegen, und das Sparen mit den Kräften ist für einen brütenden Storch wichtig, deshalb werden sie von einem solchen Ort angezogen“, sagt er.

Ein Bauer sah letztes Jahr, dass mehrere Störche auf dem Silo landeten, also kontaktierte er Storkene.dk, um mehr über seine Idee mit einem so hoch gelegenen Nest zu erfahren. „Wir haben sofort ,Ja‘ gesagt, weil es in vielerlei Hinsicht ein perfekter Ort ist“, sagt Mogens Lange von storkene.dk.

Obwohl Störche gerne in der Höhe leben, ist es nicht möglich, sehr viele Nester in 17 Metern Höhe zu errichten. „Das Nest ist fast doppelt so hoch wie die anderen Storchennester, aber wenn wir die anderen Nester nicht höher als 8-9 Meter setzen, liegt das daran, dass es schwieriger ist, sie zu pflegen und für den Frühling vorzubereiten“, er erklärt.

Auch in Ribe und Umgebung wurde in den letzten Wochen viel gearbeitet, um Storchennester für die Brutsaison 2022 herzurichten. Sieben Nester wurden von Hans Skov vom Storchenverein in Zusammenarbeit mit Ribe Storkelaug (Storchengilde) an nur einem Tag repariert.

Neu renoviertes Storchennest am alten Stadthaus in Ribe. Foto: TV SYD / storkene.dk

Unter anderem ist auf dem Dach des alten Rathauses in Ribe wieder ein komplett neu präpariertes Nest aufgetaucht. Obwohl Ribe als Storchenstadt bekannt ist, brüten seit 2004 keine Störche mehr in Dänemarks ältester Stadt. Aber vielleicht kann die Stadt dieses Jahr wieder den großen weißen Vogel mit den roten Beinen begrüßen.

Auf dem schönen Herrenhaus Haraldskær bei Vejle können sie sich dieses Jahr vielleicht auch darauf freuen, den Storch zu sehen. Das Gebiet liegt in der Nähe der Vejle Å (Au) und ist somit der perfekte Ort, um Nahrung für den Storch zu finden, daher hat der Storchenverein zwei Nester bezugsfertig gemacht.

Zwei Storchennester sind bereit, Brutstörche auf dem Herrenhaus Haraldskær bei Vejle aufzunehmen. Foto: TV SYD / storkene.dk

Derzeit gibt es zwei Störche in Syd- og Sønderjylland (Süd- und Südjütland). Aber die Erwartung ist, dass es sehr bald – vielleicht innerhalb weniger Tage – in Dänemark einen größeren Storchenzuzug geben wird. „Dieses lang anhaltende Hochdruckwetter ist perfektes Flugwetter für Störche, so dass wir im Laufe der nächsten Tage oder Wochen höchstwahrscheinlich noch viele weitere Störche sehen werden“, sagt Mogens Lange.

Zwei TV-Kameras übertragen das Leben im Storchennest in Smedager 24 Stunden täglich live hier:

Storkereden i Smedager 2022 | TV SYD

Quelle: TV SYD – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 12.02.2022

Foto: Archivbild