Energinet plant den Bau von 3.300 Kilometern neuer Hochspannungsleitungen im ganzen Land. Unter anderem eine neue 400-Kilovolt-Hochspannungsleitung in Vestjylland.
Westjütland: Energinet baut derzeit eine neue und viel diskutierte Hochspannungsleitung, die von Idomlund nach Endrup führt. Hauptsächlich eine von 35 Meter hohen Masten getragene Freileitung mit dem Namen Thor.

Doch bereits vor dem Bau ist es im Verhältnis zu den künftigen Anforderungen an die Energieübertragung zu klein. Daher legt Energinet nun einen neuen Vorschlag für die künftigen Stromautobahnen vor. Und es umfasst eine weitere 400-Kilovolt-Hochspannungsleitung von Idomlund nach Endrup.

  • Das jetzige wird schnell zu klein werden. „Wir sehen, dass in Vestjylland ein Bedarf besteht“, sagt Gebietsleiter Bjarne Brendstrup von Energinets Netudvikling.

Es besteht die Notwendigkeit, enorme Strommengen unter anderem von den Offshore-Windparks in der Nordsee weiter ins Netz und zu den erwarteten großen PtX-Anlagen in Westjütland zu leiten. Zum Beispiel Megaton bei Tarm. Sondern auch, um den Strom der vielen künftigen Solar- und Windparks an Land ins Netz einspeisen zu können.

Es ist erst der Anfang
Vor diesem Hintergrund hat Energinet einen langfristigen Entwicklungsplan LUP2024 erstellt, der ab Montag zur Beratung vorliegt. Der Entwicklungsplan sieht den Bau von 2.700 Kilometern neuer Hochspannungsleitungen bis 2030 vor. Hinzu kommt der Bau von 60 Umspannwerken. Weiteres wird später folgen. So wird erwartet, dass nach 2030 etwa 600 Kilometer 400-Kilovolt-Hochspannungsleitungen gebaut werden. Mit anderen Worten, derselbe Typ, der jetzt von Idomlund nach Endrup gebaut wird.

  • Wir stehen am Anfang einer umfassenden Elektrifizierung der gesamten Gesellschaft, und das Stromnetz ist die Grundlage dafür, dass dies möglich ist. „Wir können den grünen Übergang nicht schaffen und so viel mehr Strom durch das Land transportieren, ohne die Autobahnen des Stromnetzes auszubauen“, sagt Bjarne Brendstrup.

Bereits im Jahr 2030 wird sich der Gesamtstromverbrauch Dänemarks im Vergleich zu heute verdoppelt haben.

Kannst du sie nicht einfach begraben?
Aber wann können die Menschen in Westjütland damit rechnen, dass der Horizont mit einer weiteren Hochspannungsleitung gefüllt wird?

  • Vielleicht 10-20 Jahre. Die Antwort ist, dass wir eigentlich nichts sagen können, was genau in Ordnung ist. LUP2024 gibt ein Gesamtbild davon, wie die Zukunft aussehen kann, aber einzelne Verbindungen können leicht größer oder kleiner werden und es können ganz andere entstehen, sagt Bjarne Brendstrup.
    Aber wird es möglich sein, noch mehr in den Boden zu graben als bisher?
  • Die technologische Entwicklung findet ständig statt. Mehr wage ich nicht zu sagen. „Wir wissen, dass viele von großen Strommasten und neuen großen Hochspannungs-Umspannwerken gestört werden“, sagt Bjarne Brendstrup.

Der Standort einer neuen Hochspannungsleitung von Idomlund nach Endrup bleibt ungewiss. Aber auf der vorgestellten Karte liegt es parallel zu der im Bau befindlichen.

  • Es geht nur mit der großen Brille. „Es wird dort gebaut, wo die Belästigung möglichst gering ist“, sagt Bjarne Brendstrup.