Paris: auch Polizisten sind UNSERE Töchter und Söhne. Thunberg verherrlicht Gewalt und Ausschreitungen

Paris – Bei den schwersten Unruhen in Frankreich seit Jahren sind am vergangenen Wochenende nahezu 1000 Polizisten und Sicherheitskräfte verletzt worden. Hunderttausende protestierten landesweit gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem; eine gewaltbereite Minderheit aus dem linksextremen Spektrum und Islamisten verwandelte den Aktionstag in Plünderungen, Brandanschläge und gezielte Angriffe auf Ordnungskräfte und öffentliche Gebäude.

Nach Angaben des Innenministeriums beteiligten sich am Samstag, dem 17. Oktober 2026, rund 550.000 Menschen an den Demonstrationen (Gewerkschaften sprachen von bis zu 800.000). In Paris, Marseille, Lyon, Bordeaux, Limoges und weiteren Städten eskalierte die Lage massiv. Vermummte Gruppen griffen Rathäuser, Polizeistationen und Geschäfte an, plünderten Läden und legten Feuer. Das unter Denkmalschutz stehende historische Rathaus von Limoges brannte weitgehend aus; der Glockenturm stürzte ein. Auch in Lyon wurde die Touristeninformation in Brand gesetzt.

Die Bilanz der Gewalt ist erschütternd: Landesweit wurden 997 Polizisten, Gendarmen und weitere Einsatzkräfte verletzt, sieben davon schwer. Zwei Beamte mussten bewusstlos ins Krankenhaus eingeliefert werden; einer war von einem Pflasterstein getroffen worden. Die Zahl der Festnahmen lag bei mehr als 2300, allein in Paris bei 855 – einer Rekordzahl. Gegen die Mehrheit der Festgenommenen wird strafrechtlich vorgegangen. Ein Demonstrant starb in Paris an einem Herz-Kreislauf-Stillstand; die genauen Umstände werden untersucht. Auch auf Demonstrantenseite gab es Verletzte, darunter einen 17-Jährigen in Saint-Étienne, dem durch eine Polizeigranate eine Hand abgerissen wurde.

Innenminister Laurent Nuñez räumte einen „Kontrollverlust“ der Polizei in mehreren Großstädten ein. Die Sicherheitskräfte seien auf die mobile und organisierte Gewalt der Randalierer nicht ausreichend vorbereitet gewesen. Premierminister Sébastien Lecornu sprach von „Gewalt extremer Intensität“ und einer „besonders gewalttätigen Ultralinken“, die methodisch Institutionen der Republik angegriffen habe. Präsident Emmanuel Macron lehnte ein Rücktrittsangebot Nuñez’ ab, kündigte jedoch massive Verstärkung – einschließlich des Einsatzes von Militär – für weitere Proteste an und ermächtigte Präfekten, Versammlungen notfalls zu verbieten. In Teilen von Paris und anderen Städten gelten bereits nächtliche Ausgangssperren.

In diesem Kontext der Zerstörung und der hohen Zahl verletzter Polizisten stößt die Haltung der schwedischen Aktivistin Greta Thunberg auf scharfe Kritik. Thunberg hatte sich am 13. Oktober den Schülerprotesten in Saint-Denis angeschlossen und die Polizei pauschal als „extrem gewalttätig“ bezeichnet. Sie erklärte, die jungen Menschen würden „um ihre Zukunft beraubt“, und zeigte sich „unglaublich stolz“ auf die französischen Schüler. „Was sollen wir denn tun? Aufgeben? Natürlich nicht. Natürlich werden wir revoltieren“, sagte sie. Am Tag der schweren Unruhen, dem 17. Oktober, postete sie auf Instagram ein Zitat aus „Die Tribute von Panem“: „If we burn, you burn with us.“

Diese Rhetorik, die Gewalt und Revolte verklärt, während Polizisten gezielt angegriffen, Geschäfte geplündert und historische Gebäude zerstört werden, ist unverantwortlich. Sie relativiert die Opfer unter den Ordnungskräften und legitimiert indirekt die Zerstörung, die Hunderte von Geschäftsleuten und die Allgemeinheit trifft. Friedlicher Protest gegen reale Missstände – überfüllte Klassen, Lehrermangel, steigende Lebenshaltungskosten – ist legitim. Die gezielte Gewalt gegen Menschen und Institutionen, die von einer Minderheit ausgeübt und von prominenten Stimmen wie Thunberg mit revolutionärer Phraseologie begleitet wird, ist es nicht. Sie untergräbt den demokratischen Diskurs und schadet den berechtigten Anliegen der Mehrheit der Demonstranten.Frankreich steht vor weiteren Protesttagen. Die Regierung hat massive Sicherheitsmaßnahmen angekündigt. Die Gesellschaft braucht Lösungen für die sozialen und bildungspolitischen Probleme – nicht die Verklärung von Gewalt und die Herabsetzung derer, die Ordnung und Sicherheit gewährleisten sollen.

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