Kopenhagen/Berlin – Ein dramatischer Zwischenfall hat am Sonntagnachmittag einen SAS-Flug von Berlin nach Stockholm unterbrochen. Die Maschine musste wegen eines Risses in der Cockpit-Seitenscheibe vorzeitig in Kopenhagen notlanden.
Die Maschine war kurz vor 12 Uhr in Berlin gestartet und sollte planmäßig um 13:30 Uhr in Stockholm landen. Bereits im Flug änderte die Besatzung den Kurs und leitete die Maschine zum nächstgelegenen geeigneten Flughafen in Kopenhagen um. Dort konnte das Flugzeug sicher landen.Laut einem Passagier, der mit der schwedischen Zeitung Aftonbladet sprach, herrschte an Bord spürbare Unruhe, die Situation blieb jedoch unter Kontrolle. „Es herrschte zwar eine spürbare Unruhe an Bord, aber insgesamt blieb es ruhig. Der Pilot reagierte besonnen und gelassen“, berichtete der Reisende.
Sicherheit hat oberste Priorität
SAS bestätigte den Vorfall und teilte mit, dass ein Riss in der Cockpit-Seitenscheibe der Grund für die Kursänderung gewesen sei. Das Flugzeug wurde von CityJet im Auftrag von SAS betrieben. Die Entscheidung zur sofortigen Landung erfolgte gemäß den geltenden Sicherheitsvorschriften. „Die Sicherheit unserer Passagiere und der Besatzung hat für uns immer höchste Priorität“, betonte die Fluggesellschaft.Nach der Landung in Kopenhagen durchlief die Maschine die vorgeschriebenen Nachlandeprozeduren. Die Passagiere blieben zunächst am Flughafen und warteten auf die Weiterbeförderung nach Stockholm. SAS versorgte die Betroffenen mit Essens- und Getränkegutscheinen. Dennoch kam es bei vielen Reisenden zu mehrstündigen Verspätungen oder notwendigen Umbuchungen auf spätere Flüge.
Technischer Defekt wird untersucht
Risse in Cockpitfenstern sind in der zivilen Luftfahrt selten, werden jedoch als ernstes Sicherheitsrisiko eingestuft, da sie die Druckkabine und die Arbeitsumgebung der Piloten beeinträchtigen können. Das betroffene Flugzeug wird nun einer gründlichen Untersuchung unterzogen und bleibt bis zur Freigabe außer Betrieb.Der Vorfall endete glücklicherweise ohne Verletzte. Sowohl Passagiere als auch Medien lobten das professionelle Handeln von Pilot und Crew, die eine potenziell gefährlichere Situation verhindern konnten.