Schweden, Norwegen und Finnland stehen voll hinter Dänemark, nachdem Ministerpräsidentin Mette Frederiksen (S) am Sonntagabend die USA aufgefordert hat, die Drohungen gegen Dänemark und Grönland einzustellen.
Dies gaben der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson, der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre und der finnische Präsident Alexander Stubb am Sonntagabend in separaten Beiträgen auf der Social-Media-Plattform X bekannt.
– Nur Dänemark und Grönland haben das Recht, über Angelegenheiten, die Dänemark und Grönland betreffen, zu entscheiden. Schweden unterstützt unser Nachbarland voll und ganz, schreibt Ulf Kristersson.
– Grönland ist Teil des Königreichs Dänemark. Norwegen unterstützt das Königreich Dänemark voll und ganz, schreibt Jonas Gahr Støre.
Alexander Stubb teilte die Erklärung von Mette Frederiksen in seinem Beitrag auf X und schreibt:
– Niemand trifft Entscheidungen im Namen Grönlands und Dänemarks außer Grönland und Dänemark selbst. Unser nordischer Freund Dänemark und die Ministerpräsidentin haben unsere volle Unterstützung.
Mette Frederiksen richtete am Sonntag nicht nur einen scharfen Appell an die USA, die Drohungen gegen Dänemark und Grönland einzustellen, sondern schrieb auch, es sei völlig sinnlos, über eine mögliche Übernahme Grönlands durch die USA zu sprechen.
„Die USA haben kein Recht, eines der drei Commonwealth-Länder zu annektieren. Das Königreich Dänemark ist NATO-Mitglied und genießt daher den Schutz der Sicherheitsgarantie des Bündnisses“, so die dänische Ministerpräsidentin in ihrem Beitrag.
Frederiksens Botschaft folgte auf die Aussage von US-Präsident Donald Trump in einem Interview mit „The Atlantic“ am Sonntag, die USA bräuchten Grönland.
Trump hatte erstmals 2019 über eine amerikanische Übernahme Grönlands gesprochen. Nach seiner Wiederwahl im November brachte er das Thema regelmäßig zur Sprache.
Auch Jens-Frederik Nielsen, Vorsitzender der grönländischen Regierung (Naalakkersuisut), hat genug davon.
„Wenn der US-Präsident davon spricht, die USA bräuchten Grönland, und Grönland mit Venezuela und einer Militärintervention in Verbindung bringt, ist das respektlos“, schrieb Jens-Frederik Nielsen am Sonntagabend auf Facebook.
„Genug ist genug. Schluss mit dem Druck. Schluss mit den Andeutungen. Schluss mit den Fantasien über eine Annexion“, so der Vorsitzende mit Blick darauf, dass Grönland kein „Objekt großmachtlicher Rhetorik“ sei.
Auch am Montagabend bekräftigte Trump seine Ansicht, die USA bräuchten Grönland aus Gründen der nationalen Sicherheit. Er weigerte sich zudem, die Frage zu beantworten, ob er Maßnahmen gegen Grönland plane.