Sønderborg: Alle Mitarbeitenden und Führungskräfte der EUC Syd müssen ab sofort einen KI-Führerschein erwerben. Ziel ist es, den verantwortungsvollen und kompetenten Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Lehre und Arbeitsalltag zu gewährleisten.
Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der viele bereits KI im Berufsalltag nutzen, ohne dafür eine formale Schulung erhalten zu haben. Laut einer Analyse der Copenhagen Business School, über die DR Nyheder berichtete, nutzt bereits jeder dritte Däne KI am Arbeitsplatz.
Die EUC Syd möchte verhindern, dass Mitarbeitende sich den Umgang mit neuen Technologien selbst beibringen müssen.
„KI ist nicht länger etwas, das wir dem Selbststudium und dem Zufall überlassen können. Wenn wir die Vorteile nutzen wollen, müssen wir auch Verantwortung für die Weiterentwicklung unserer Kompetenzen übernehmen“, so Direktor Dan Zielke.
Der KI-Führerschein wird ein einheitlicher Prozess für die gesamte Organisation sein. Die Mitarbeitenden lernen unter anderem den praktischen Einsatz von KI, Ethik, Datenschutz und den Einsatz von Technologie in der Lehre.
Die Initiative wird in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für IT in der Bildung durchgeführt.
Hintergrund ist die zunehmende Debatte darüber, ob KI zusätzlichen Arbeitsdruck erzeugen kann. TV 2 hat sich unter anderem mit dem Phänomen des „KI-Gehirnflashs“ auseinandergesetzt, bei dem Mitarbeiter unter mentaler Belastung leiden, weil sie ständig KI-generierte Inhalte überprüfen müssen.
„KI soll die Arbeit erleichtern – nicht erschöpfender machen. Dazu müssen wir die Technologie richtig kennenlernen und eine gemeinsame Sprache für ihren verantwortungsvollen Umgang entwickeln“, sagt Direktor Dan Zielke.
Der KI-Führerschein besteht aus vier Modulen und soll noch binnen 2026 schrittweise eingeführt werden.