Bevor die Gäste eintreffen: Wie ein kleines Dorf seinen letzten Treffpunkt bewahrt.

Skjoldbjerg: Dank der Unterstützung von Stiftungen und ehrenamtlicher Arbeit gelingt es den Bewohnern, die alte Schule als Treffpunkt des Dorfes zu erhalten.

Die weißen Kuppellampen werden einzeln abgenommen und in die Küche getragen. Henrik Andersen und seine Freundin spülen sie im Geschirrspüler, bevor sie wieder an ihren Platz im Flur gehängt werden.

Die nächste Aufgabe wartet im Flur. Der Schornstein hat dunkle Flecken von Wasserschäden und muss neu gestrichen werden, damit er für die nächste Festsaison wieder gut aussieht.

In wenigen Wochen ziehen die Konfirmationen in das Gemeindezentrum Skjoldbjerg/Almstok ein. Und hier sind es nicht Handwerker, die alles vorbereiten. Es sind die Bewohner selbst.

Letzten Samstag kamen 10 bis 12 Leute vorbei, um sich das Haus anzusehen. Manche kamen und gingen, andere blieben fast den ganzen Tag. So läuft das hier.

„Es ist nicht so, dass es eine riesige Aufgabe wäre, aber ein bisschen schon“, sagt Henrik Andersen.

Das Netzwerk wächst. Er selbst zog vor etwa 15 Jahren nach Skjoldbjerg und wohnt im ehemaligen Lehrerhaus direkt neben dem Gemeindezentrum. Kaum war er eingezogen, wurde er gefragt, ob er im Vorstand des Gemeindezentrums mitarbeiten wolle.

„Ich habe gerne zugesagt, denn es war auch eine gute Möglichkeit, Leute kennenzulernen. Ich war ja neu hier und kannte niemanden“, sagt er.

Auch heute noch lernt er viele seiner Nachbarn durch die Arbeit im Haus kennen.

Skjoldbjerg ist kein Dorf, das ausstirbt. Ganz im Gegenteil. In den letzten Jahren wurden die Baugrundstücke verkauft, und neue Bewohner sind zugezogen – viele von ihnen aus dem Ausland.

„Wir haben Leute aus England, Portugal, Spanien, den Niederlanden und den USA. Es ist tatsächlich eine ziemlich internationale Gemeinde geworden“, sagt Henrik Andersen.

Die Erklärung ist einfach: Die Häuser sind hier günstiger als in Billund, wo viele Menschen arbeiten.

Doch selbst wenn mehr Menschen kommen, entsteht die Gemeinschaft nicht von allein. Es braucht jemanden, der die Initiative ergreift.

„Es sind immer dieselben Leute, die kommen“, sagt er über die Aktivitäten im Haus.

Unterstützung von Nordea und Vorbasse
Das Gemeindezentrum Skjoldbjerg/Almstok hat 293.000 Kronen von der Nordea-Stiftung erhalten. Das Geld wird für neue Fugen im Mauerwerk, einen neuen Türflügel, verbesserte Akustik und zusätzliche Dämmung usw. verwendet.

65.000 Kronen von der Vorbasse-Stiftung ermöglichen außerdem die Installation neuer Abflüsse rund um das Haus.

Der Vorstand versucht, mehr Menschen einzubinden, unter anderem durch die Planung von Veranstaltungen, bei denen sich Nachbarn verschiedener Kulturen begegnen können.

Der einzige Treffpunkt im Ort
Das Gemeindezentrum ist der natürliche – und einzige – Treffpunkt im Dorf.

Hier wird zweimal wöchentlich getanzt, gemeinsam gegessen, fast jedes zweite Wochenende finden private Feiern und gelegentlich Konzerte statt. Draußen gibt es einen Spielplatz, der bei Veranstaltungen rege genutzt wird.

Aber es ist kein Ort, an dem man einfach so vorbeischaut.

„Man trifft sich hier nicht einfach so. Es kommt nur, wenn etwas los ist. Dann kommen die Leute“, sagt Henrik Andersen.

Dennoch spielt das Haus eine entscheidende Rolle:

„Ohne das hätten wir nirgendwohin zu gehen.“

Das Gemeindezentrum ist die ehemalige Skjoldbjerg-Schule von 1955, und das spürt man.

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