Russisches Kriegsschiff gibt Warnschüsse im Ärmelkanal ab – Britische Jacht betroffen

London/Ärmelkanal, 17. Juni 2026 – Ein russisches Kriegsschiff hat am Dienstagvormittag Warnschüsse in der Nähe einer britischen Segeljacht im Ärmelkanal abgefeuert. Der Vorfall ereignete sich etwa 20 Seemeilen (rund 37 Kilometer) südlich der Isle of Wight in internationalen Gewässern und sorgt für diplomatische Spannungen zwischen London und Moskau. bbc.com +1Bei dem Schiff handelt es sich um die russische Fregatte „Admiral Grigorovich“. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums habe die Jacht – die britische „Bright Future“ – einen „gefährlichen Kurs“ eingeschlagen und auf mehrere Kontaktversuche per Funk und Signal nicht reagiert. Als sich die Schiffe auf etwa 150 bis 500 Meter genähert hätten, habe der Kommandant Warnschüsse mit Handfeuerwaffen vor den Bug der Jacht abgegeben, um eine Kollision zu verhindern. Die Jacht habe daraufhin den Kurs geändert.

theguardian.comDas britische Verteidigungsministerium (MoD) bestätigte den Vorfall und leitete eine Untersuchung ein. Ein Sprecher erklärte, die Schüsse seien nicht direkt auf die Jacht gerichtet gewesen, sondern dienten der Vermeidung eines möglichen Zusammenstoßes – möglicherweise habe das russische Schiff gedriftet. Es handele sich um einen isolierten Zwischenfall.

bbc.comDas betroffene Ehepaar Jane und Alan Kelvey, ein pensioniertes britisches Paar, beschrieb die Situation als „surreal“. Sie seien unter Segel gefahren und hätten Hornsignale gehört, seien aber nicht unmittelbar bedroht gewesen. Die Sicht sei gut gewesen, und sie hätten die Warnsignale der Russen nicht wahrgenommen, bevor die Schüsse fielen. Verletzte oder Schäden gab es keine.

bbc.comPremierminister Keir Starmer bezeichnete das Vorgehen der russischen Besatzung als „rücksichtslos“ und „tief besorgniserregend“. Großbritannien beobachte russische Aktivitäten im Kanal, darunter die sogenannte „Schattenflotte“, kontinuierlich. Der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage nach der Beschlagnahme eines russischen Tankers in der Region.

theguardian.comDer Zwischenfall unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen Russland und dem Westen. Experten sehen darin ein Zeichen für zunehmend riskantes Verhalten russischer Schiffe in sensiblen Seegebieten. Das britische MoD betonte jedoch, dass keine Eskalation drohe und der Fall weiter geprüft werde.(Bericht basierend auf offiziellen Angaben beider Seiten, deren Berichterstattung über BBC London und Zeugenaussagen. Die genauen Umstände werden derzeit von britischer Seite untersucht.)

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