Nordborg/Südjütland. Eine äußerst beunruhigende Situation hat sich an einer Grundschule in Nordborg zugespitzt. Im Zentrum der Ermittlungen steht die Nordals-Schule, wie die Polizei Süd- und Südjütland mitteilt. Ein an der Schule aufgefundener Zettel enthält die Drohung eines Schülers, am kommenden Freitag weitere Bomben zu zünden. Gleichzeitig richtet die Polizei einen dringenden Appell an die Eltern der betroffenen Grundschüler.
Am Donnerstagmittag veröffentlichte die Polizei einen eindringlichen Appell. „Hintergrund ist, dass in der Schule ein Zettel gefunden wurde, auf dem ein Schüler droht, am morgigen Freitag weitere Bomben an der Schule zu zünden“, heißt es in der Pressemitteilung der Behörde. Die Eltern der Schüler waren bereits am Donnerstagmorgen über die Lage informiert worden.
Polizeikommissar Allan Dalager von der Polizei Süd- und Südjütland erklärte: „Wir betrachten die Drohung als leere Drohung. Der Brief bezieht sich auf den Anschlag auf die Twin Towers in New York am 11. September 2001. Da der Terroranschlag kürzlich im Unterricht behandelt wurde, gehen wir davon aus, dass ein Schüler davon beeinflusst wurde.“ Die Ermittler gehen somit von einem Zusammenhang mit dem aktuellen Unterrichtsthema aus.
Trotz der Einschätzung, dass es sich um eine leere Drohung handelt, ergreifen Polizei und Schule umfassende Sicherheitsmaßnahmen. „Auch wenn wir die Drohung nicht für ernst nehmen, ergreifen wir polizeiliche Maßnahmen und appellieren in Zusammenarbeit mit der Schule an alle Eltern, ernsthaft mit ihren Kindern zu sprechen. Meiner Meinung nach ist dies ein völlig inakzeptables Verhalten, bei dem jemand mit einer sehr ernsten Tat droht und grundlos bei vielen Menschen Unsicherheit schürt“, betonte Dalager.
Die Polizei und die Nordals-Schule in Nordborg stehen in ständigem Austausch über die Situation. Obwohl Hinweise auf die mögliche Inspiration für den Brief vorliegen, ist der Absender weiterhin unbekannt. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Die Schule setzt alles daran, die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler sowie des Personals zu gewährleisten.
Am Freitag werden Präventionsbeamte der Polizei Süd- und Südjütland an der Schule präsent sein. Zusätzlich sind Beamte der SSP (Sozial- und Sicherheitspolizei) der Gemeinde Sønderborg vor Ort, um mit Schülern zu sprechen, die Unterstützung benötigen. Die Behörden unterstreichen, dass sie die Angelegenheit ernst nehmen und alle notwendigen Schritte unternehmen, um Ruhe und Sicherheit wiederherzustellen.