Grindsted: Ein verschlossenes Tor an der Vestre Skole beunruhigte Lars Vilhelm Jensen aus Grønningen zunächst. Könnte es im Weg sein, falls jemand einen Defibrillator benötigt?
Nun wurde der Sachverhalt genauer untersucht, und das Ergebnis ist nicht ganz so, wie er es sich vorgestellt hatte.
Dem 63-jährigen Rentner war aufgefallen, dass sich der nächste Defibrillator am Haupteingang der Schule befindet. Der direkte Weg dorthin führt an einem Tor im Schulzaun vorbei – doch dieses ist verschlossen.
„Wenn man direkt durchlaufen könnte, würde man wertvolle Zeit sparen“, sagte Lars Vilhelm Jensen, der auf seine 20-jährige Erfahrung als Taxifahrer in Aarhus zurückgreift, wo er mehrmals Herzstillstände aus nächster Nähe miterlebt hat.
Doch nach einer Messung vor Ort ergibt sich ein anderes Bild.
Die Schulleiterin der Vestre Skole, Birgitte Edens, nahm sich des Problems umgehend an und ging die Wege selbst ab.
„Wir haben nachgemessen, und es gibt nur etwa 25 Meter Unterschied zwischen den beiden Wegen“, erklärt sie.
Ein Weg führt durch den Zaun neben dem Tor – hier befindet sich ein Loch im Zaun – und über das Schulgelände. Der andere – der offizielle Zugang – folgt dem Weg am Parkplatz entlang zum Defibrillator.
Und hier zeigt der Pfeil tatsächlich auf die bestehende Lösung.
„Der jetzige Weg ist sowohl der sicherste als auch der am besten zugängliche.“ Der Weg durch den Zaun ist unsicherer, da der Untergrund durch Äste und unebenes Gelände schlechter ist und man außerdem Treppen steigen muss, erklärt Birgitte Edens.
„Wenn es schnell gehen muss, ist ein einfacher und sicherer Weg entscheidend. Und genau das ist der jetzige Weg“, betont die Schulleiterin.
Jede Minute zählt.
Damit ist die Sorge um das verschlossene Tor – zumindest aus Sicht der Schule – zunächst unbegründet.
Lars Vilhelm Jensens Ausgangspunkt bleibt jedoch derselbe: Jede Minute zählt.
„Es geht nicht um mich. Es geht darum, dass die Menschen im Notfall schnell vor Ort sein können“, sagt er.
Deshalb arbeitet er weiterhin an einer anderen Lösung: der Installation eines Defibrillators im Wohngebiet von Grønningen. Er hat diesbezüglich bereits Kontakt mit der TrygFonden aufgenommen.
„Man kann sich aber nur bis September bewerben, und selbst dann frühestens im nächsten Jahr“, sagt er.
Deshalb hofft er weiterhin, dass das Tor im Zaun geöffnet werden kann.