Preiskampf eskaliert: Supermärkte kämpfen mit Dauertiefpreisen um die Gunst der Kunden

Kopenhagen – Der Preiskampf unter dänischen Supermarktketten verschärft sich weiter. Nach mehreren Preisrunden der Konkurrenz zieht nun auch 365discount nach und senkt die Preise für weitere 50 Artikel dauerhaft. Die Kette will damit ihren Anspruch als günstigster Anbieter untermauern.Bereits seit einigen Wochen tobt in Dänemark ein intensiver Preiskrieg. Nach einer Phase stark steigender Lebensmittelpreise versuchen Ketten wie Lidl, Netto und 365discount nun, sich mit deutlichen Senkungen bei Alltagsprodukten als Schnäppchenkönige zu positionieren.Ab Dienstag gelten bei 365discount neue Festpreise für 50 weitere Produkte. Besonders auffällig sind die Reduzierungen bei Leberpastete mit Speck (minus 40 Prozent) und Zucker (minus 20 Prozent). „In der vergangenen Woche konnten wir einen deutlichen Umsatzanstieg bei den reduzierten Artikeln verzeichnen. Wir gehen daher davon aus, dass die Kunden die Preissenkungen sehr gut angenommen haben“, heißt es in einer Pressemitteilung der Kette.Drei große Preissenkungsrunden365discount setzt seine Strategie konsequent fort. Im Februar wurden zunächst Milch und Milchprodukte günstiger. Vor einer Woche folgten unter anderem Fleisch, Brot, Nudeln und Windeln. Mit der dritten Runde ab Dienstag kommen nun unter anderem Mehl, Zucker und Wurstwaren hinzu. Insgesamt hat die Kette in kurzer Zeit die Preise für über 150 Artikel dauerhaft gesenkt.Geschäftsführer Michael Tilsted erklärt: „Mit diesen Preissenkungen wollen wir unsere Marktposition festigen, nachdem wir in den letzten Jahren mehrere Preisvergleiche als günstigster Anbieter gewonnen haben. Diese Position werden wir mit diesen drei Preissenkungsrunden weiter ausbauen.“Breiter PreiskampfAuch die Konkurrenz schläft nicht. Lidl hat die Preise für über 200 Produkte gesenkt. Netto (Salling Group) reduzierte unter anderem Butter und Rindfleisch um bis zu 58 Prozent. Die Salling Group teilte mit, dass die Kunden die neuen Festpreise gut annehmen und weitere attraktive Angebote in Planung seien.Noch Ende April hatte das dänische Statistikamt gemeldet, dass 18 Prozent der Supermärkte weitere Preiserhöhungen in den kommenden Monaten planten. Seit Anfang Mai hat sich die Lage jedoch spürbar gedreht: Statt weiterer Erhöhungen dominieren nun umfassende Preissenkungen bei Produkten, die dänische Haushalte besonders häufig kaufen.Der aktuelle Preiskampf markiert einen deutlichen Umschwung nach Jahren rasant steigender Lebensmittelpreise, die für viele Verbraucher zur Belastung geworden waren.

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