Eine ganze Familie war in einen schweren Unfall mit Todesfolge verwickelt. Nun gibt es eine dramatische Wendung: Die Polizei versucht, den Vater zu bestrafen.
„Im Auto befanden sich ein Fahrer und zwei Beifahrer. Einer der Beifahrer ist gestorben, der andere Beifahrer und der Fahrer schweben in Lebensgefahr. Wir gehen davon aus, dass sie in der Kurve, in der das Fahrzeug verunglückte, die Kontrolle verloren haben.“
Dies sagte Polizeichef Jesper Mortensen kurz nach dem schweren Unfall, bei dem die ganze Familie ums Leben kam.
Die 19-jährige Tochter der Familie starb, die Mutter erlitt Brüche beider Schlüsselbeine, drei Rippen, des Steißbeins, des Oberschenkelknochens, des Schienbeins, des rechten Oberarms und des siebten Halswirbels. Außerdem wurde ihr vierter Halswirbel zertrümmert.
Nun gibt es eine dramatische Wendung im Fall des Vaters, des Fahrers – gegen den die Polizei nun ein Gerichtsverfahren einleitet.
Es wurde zuvor berichtet, dass er sich in kritischem Zustand befand.
Am 5. April 2025 um 5:55 Uhr fuhren die drei Familienmitglieder auf dem Dyndetvej in Borup bei Roskilde in falscher Richtung und prallten mit ihrem Auto gegen einen Baum am Straßenrand.
Der Vater der Familie wurde nun wegen fahrlässiger Tötung seiner jugendlichen Tochter und fahrlässiger Körperverletzung der Mutter angeklagt.
Laut Anklageschrift, die Ekstra Bladet von der Staatsanwaltschaft Midt- og Vestsjællands erhalten hat, missachtete der Vater erhebliche Sicherheitsvorkehrungen im Straßenverkehr, indem er seine Geschwindigkeit in der Kurve nicht anpasste und gegen den Baum fuhr.
Nach dem Unfall wurde entweder der Vater oder die Mutter mit einem Rettungshubschrauber ins Rigshospitalet geflogen, während der jeweils andere mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht wurde.
Beide wurden später außer Lebensgefahr gebracht.
Es wird beantragt, dem Angeklagten die bedingte Fahrerlaubnis für alle Kraftfahrzeuge, für die ein Führerschein erforderlich ist, mit Ausnahme von kleinen Mopeds, zu entziehen.
Der Verteidiger des Vaters, Carsten Brix, wollte sich gegenüber Ekstra Bladet nicht dazu äußern, wie sein Mandant die gegen ihn erhobenen Vorwürfe beurteilt.
Die Verhandlung findet am 27. Mai vor dem Gericht in Roskilde statt. Für die Anhörung sind zweieinhalb Stunden angesetzt.