Dänische Volkspartei: Messerschmidt fordert Ausschluss Spaniens aus dem Schengen-Raum wegen chaotischer Zuwanderung der letzten Tage

Der Vorsitzende der Dänischen Volkspartei (Dansk Folkeparti), Morten Messerschmidt, hat nach den jüngsten Ereignissen an der Grenze zur spanischen Exklave Ceuta eine klare Forderung erhoben. Er spricht sich dafür aus, Spanien aus dem Schengen-Raum auszuschließen oder die Mitgliedschaft zu suspendieren – und schließt sich damit der Position der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni an.

Übereinstimmung mit Verbündeten selten
Messerschmidt betonte, dass er in dieser Frage ungewöhnlich eng mit den politischen Kräften übereinstimme, die Ministerpräsidentin Mette Frederiksen unterstützen. Hintergrund ist die aktuelle Lage an Ceuta, die als einzige Landgrenze der EU zu Afrika gilt und zusammen mit Melilla eine spanische Exklave in Nordafrika bildet.

Tausende erreichen Ceuta
Laut Angaben des spanischen Innenministeriums sind seit Donnerstag insgesamt rund 49.000 Menschen von Marokko aus auf dem Land- und Seeweg nach Ceuta gelangt. In der Exklave leben etwa 85.000 Menschen.

Medien- und Videoberichte aus der Region zeigen, dass zahlreiche Migranten auf improvisierten Mitteln über das Meer treiben oder ein Tor aufbrechen und anschließend in Richtung der Stadt rennen. Die spanischen Behörden teilten zudem mit, dass bislang 18 Tote aufgefunden wurden.

Kritik am Schengen-System
Messerschmidt bezeichnete die Situation als „Katastrophe“ und verwies auf die seiner Ansicht nach bestehende „extreme Verwundbarkeit“ des Schengen-Systems gegenüber einer aus seiner Sicht verantwortungslosen Regierung. Der Schengen-Raum umfasst 29 europäische Länder und ermöglicht die Freizügigkeit innerhalb des Gebiets.

Forderung an Dänemark
Die Dänische Volkspartei unterstützt die Forderung Melonis nach dem Ausschluss oder der Suspendierung Spaniens aus dem Schengen-Raum. Messerschmidt erklärte, Dänemark solle diese Position „klar und unverzüglich“ umsetzen. Anlass seien seiner Darstellung nach die Auswirkungen der aktuellen Entwicklungen auf die Zukunft der Europäer.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert