Eine der bekanntesten Auslandskorrespondentinnen Dänemarks verabschiedet sich von DR. Nach über 21 Jahren hat sich Russland- und Ukraine-Korrespondentin Matilde Kimer entschieden, neue Herausforderungen anzunehmen.
Im Herbst endet für Matilde Kimer ein langes Kapitel. Zwei Jahrzehnte lang berichtete sie für DR über einige der größten Krisen Europas.
Die erfahrene Korrespondentin hat nach über 21 Jahren beim Sender gekündigt und erklärt, es sei Zeit für etwas Neues.
„Ich bin noch ein Neuling und habe 2005 als Praktikantin bei DR angefangen. Daher schien es mir ein guter Zeitpunkt, es einfach mal zu versuchen und zu sehen, ob ich das Zeug dazu habe“, sagt sie.
Im Laufe der Jahre berichtete Kimer über einige der dramatischsten Ereignisse in Osteuropa. Sie war 2014 bei den Demonstrationen auf dem Maidan-Platz in Kiew anwesend, bei denen über 100 Demonstranten getötet wurden, und berichtete 2022 von der Frontlinie über Russlands Einmarsch in die Ukraine, als der Krieg eskalierte.
Sie sagt außerdem, dass sie sich intern dafür eingesetzt habe, den Entwicklungen in der Ukraine mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, da sie der Ansicht war, der Konflikt sei lange Zeit unterschätzt worden.
Heute erlebt sie, dass der Krieg sowohl in Dänemark als auch in der Berichterstattung von DR deutlich mehr Raum einnimmt, und findet daher, es sei an der Zeit, die Verantwortung abzugeben.
Bevor sie DR verlässt, wird sie noch einmal in die Ukraine reisen, um weiterhin über die Entwicklungen zu berichten.
Niels Kvale, Chefredakteur der internationalen Redaktion von DR, bezeichnet ihren Weggang als großen Verlust für das Medienhaus.
„Sie ist eine Koryphäe auf ihrem Gebiet. Eine brillante Korrespondentin“, sagt er.
Obwohl Matilde Kimer DR verlässt, bleibt Osteuropa ein wichtiger Themenschwerpunkt für sie. Sie hat bereits mehrere Vorträge geplant und erwägt unter anderem die Arbeit an Dokumentarfilmen, Reportagen oder Büchern über die Region.