Polizei bestätigt neue Informationen im Fall der vermissten 15-Jährigen

Nachdem sich die ungarische Polizei bereits zu dem Fall geäußert hatte, bestätigen nun auch dänische Behörden den Vorfall.
Die dänische Polizei wurde in höchste Alarmbereitschaft versetzt, als Anfang August ein 15-jähriges Mädchen plötzlich aus ihrer Wohnung in Hedensted verschwand.

Zwei Tage später tauchte sie im Haus eines 22-jährigen Mannes in Ungarn auf. Laut seinen Angaben hatte sich die 15-Jährige im Spiel Roblox in ihn verliebt.

Er beteuert weiterhin seine Unschuld und gibt an, das dänische Mädchen habe behauptet, 18 Jahre alt zu sein. Dennoch wurde er von der ungarischen Polizei festgenommen, und nun gibt es Neuigkeiten.

Die Polizei von Südostjütland bestätigt, dass sich der 22-Jährige nun in Dänemark aufhält.

„Ein Ungar wurde heute im Zusammenhang mit dem Fall des 15-jährigen Mädchens, das am 6. August in Ungarn gefunden wurde, nachdem es am 4. August sein Zuhause in Hedensted verlassen hatte, nach Dänemark ausgeliefert“, berichtet Politi Update.

„Zusammen mit Beamten der Polizei Südostjütland landete der Mann heute um 12:50 Uhr am Flughafen Kopenhagen und wird morgen dem Gericht in Horsens zu einer Anhörung vorgeführt. Er gilt als Tatverdächtiger.“

Aus der Mitteilung der Behörden geht außerdem hervor, dass er in Ungarn auf Ersuchen der Polizei festgenommen wurde, da ein europäischer Haftbefehl gegen ihn vorlag.

Die ungarischen Behörden hatten zuvor mitgeteilt, dass das Mädchen von zwei Männern in einem Auto abgeholt und nach Ungarn gebracht wurde. Laut den ungarischen Behörden handelt es sich bei einem der Männer um den 22-jährigen Mann.

Ekstra Bladet sprach mit einem 22-jährigen Ungarn, der laut der Zeitung der Beschuldigte in dem Fall ist.

Er bestreitet jegliches Fehlverhalten.

Er sagte der Zeitung, er sei mit der 15-Jährigen zusammen, die er für 18 gehalten habe, als er sie in Dänemark abholte.

Der andere Mann im Auto war angeblich der Partner der Mutter der 22-Jährigen. Doch wenige Tage nachdem das dänische Mädchen in Ungarn gefunden worden war, starb der Partner, wie die Mutter des 22-jährigen Verdächtigen der Zeitung Ekstra Bladet mitteilte.

Die dänische Polizei gab am 11. August bekannt, dass in Ungarn ein Mann im Zusammenhang mit dem Fall festgenommen worden sei und dass seine Auslieferung nach Dänemark beantragt werde, um sich dort vor Gericht zu verantworten.

Am selben Tag gab ein ungarisches Gericht bekannt, dass ein 22-jähriger Ungar in diesem Fall in Ungarn in Untersuchungshaft genommen worden sei.

In der Pressemitteilung des Gerichts hieß es, der Mann sei aufgrund eines dänischen Haftbefehls festgenommen worden, der mit dem Ziel ausgestellt wurde, ihn wegen Freiheitsberaubung, Ausbeutung von Kindern und Straftaten im Zusammenhang mit kinderpornografischem Material anzuklagen.

Aus der ungarischen Pressemitteilung ging hervor, dass der 22-Jährige das 15-jährige dänische Mädchen angeblich über soziale Medien kennengelernt und eine Beziehung zu ihr aufgebaut hatte.

Die Polizei Südostjütland gab an, dass sie davon ausgeht, dass das Mädchen Opfer einer Straftat geworden ist. Weitere Informationen zum mutmaßlichen Tathergang liegen nicht vor, und die dänische Polizei hält sich generell bedeckt.

Anfang August – Freitag, den 7. – fand vor dem Gericht in Horsens eine verfassungsrechtliche Anhörung in einem nichtöffentlichen Verfahren statt. Es ging um Freiheitsentzug, für den öffentlichen Teil der Verhandlung wurde jedoch ein Protokollverbot verhängt.

Es stellte sich jedoch heraus, dass sich der Angeklagte in der verfassungsrechtlichen Anhörung zu diesem Zeitpunkt nicht in Dänemark aufhielt.

Die Polizei Südostjütland weigerte sich, Auskunft darüber zu geben, ob die Anhörung mit dem Fall der 15-Jährigen in Zusammenhang steht.

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