Kærshovedgård/Herning, 16. März 2026 – Am Montagnachmittag ist es im Abschiebezentrum Kærshovedgård in der Region Mitteljütland zu deutlichen Ausschreitungen gekommen. Bewohner des Zentrums – veranstalteten einen lauten Protest, der mit dem Abfeuern mehrerer Kanonenschlägen eskalierte.Nach Angaben der Polizei Mittel- und Westjütland begann die Situation gegen 14:30 Uhr, als sich eine Gruppe von Bewohnern im Außenbereich des Zentrums versammelte. Sie erzeugten zunächst durch heftiges Schlagen auf Töpfe, Pfannen und andere Gegenstände erheblichen Lärm.Gegen 15:00 Uhr verschärfte sich die Lage dramatisch: Mehrere Böller wurden auf dem Gelände abgefeuert. Die lauten Detonationen waren nach Polizeiangaben auch in der weiteren Umgebung deutlich zu hören. Die Einsatzkräfte nahmen die Situation daraufhin verstärkt in den Blick.Kurze Zeit später zogen sich die beteiligten Personen jedoch wieder in ihre Zimmer im Zentrum zurück. Seitdem herrscht nach Polizeiangaben wieder Ruhe auf dem Gelände.Die Polizei Mittel- und Westjütland teilte mit, dass sie unmittelbar nach dem Vorfall ihre Präsenz im und um das Abschiebezentrum Kærshovedgård deutlich verstärkt hat, um die weitere Entwicklung zu beobachten und die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.Im Abschiebezentrum Kærshovedgård leben vor allem abgelehnte Asylbewerber, zur Ausreise verpflichtete oder bereits ausreisepflichtige Ausländer sowie Personen mit geduldetem Aufenthalt. Die Bewohner befinden sich – anders als in manchen anderen Einrichtungen – nicht in Quarantäne, unterliegen jedoch teilweise Meldepflichten oder einer Aufenthaltsverpflichtung innerhalb des Zentrums.Zu den genauen Hintergründen und möglichen Auslösern des Protests machte die Polizei bislang keine näheren Angaben. Auch am Abend lagen der Polizeidirektion Mittel- und Westjütland keine weiteren Informationen oder Ermittlungsergebnisse vor.Die Behörden bitten Zeugen, die sachdienliche Beobachtungen gemacht haben, sich bei der örtlichen Polizeidienststelle zu melden.