Das Königreich Dänemark trat für 25 Millionen Dollar die Jungferninseln in Westindien an die Vereinigten Staaten ab.

Dansk Vestindien (Dänisch-Westindien) war eine dänische Kolonie in der Karibik (Kleine Antillen, Jungferninseln). Sie umfasste im Laufe der Zeit die Inseln Saint Thomas, Saint John und Saint Croix, heute die Amerikanischen Jungferninseln (U.S. Virgin Islands). Die erste feste dänische Siedlung entstand 1666; 1754 ging die Kolonie von der dänischen Handelskompanie an die dänische Krone über.

Noch heute zeigen sich dänische Einflüsse auf den Inseln. Am sichtbarsten ist der Dannebrog im Siegel der Amerikanischen Jungferninseln und an vielen Gebäuden. Einige dänische Wörter finden sich im lokalen englischen Dialekt, zum Beispiel Velkommen (dt. Willkommen). Die Straßenschilder sind oft zweisprachig, und seit Ende des 20. Jahrhunderts gibt es ein wachsendes Interesse an den Inseln als Reiseziel geschichtsinteressierter Dänen und Norweger. Einflüsse Dänemarks sieht man außerdem in der Kolonialarchitektur und im Möbeldesign.

von

Günter Schwarz – 04.08.2016