(Neumünster) – Ein der Polizei bereits bekannter 46-jähriger Neumünsteraner wurde wenige Tage nach Haftentlassung erneut straffällig. Nachdem er bereits im Sommer 2016 wegen diverser Betrugsdelikte in Neumünster in Erscheinung getreten war – er erschlich sich als angeblicher DHL-Bote das Vertrauen und widerrechtlich das Geld der Geschädigten – trat er zunächst mit einer ähnlichen Masche an Hausbewohner heran.

In zwei Fällen am 22.10. und am 27. 10.2016 gab er sich in Neumünster in der Wasbeker Straße und in der Klosterstraße als angeblicher SWN-Mitarbeiter aus und drohte mit dem Abschalten der Energieversorgung, wenn nicht sofort und in bar bezahlt würde. In vier weiteren Fällen am 20. 26. und 27.10.2016 in der Joachimstraße, Kieler Straße, Brachenfelder Straße sowie in der Dithmarscher Straße gab er sich erneut als DHL-Bote aus, übergab ein Paket und kassierte in drei Fällen zwischen 10 und 49,50 Euro von den Geschädigten.

In einem der Fälle konnten seine Personalien von einer Funkstreifenbesatzung in direktem Zusammenhang mit seinem Auftreten festgestellt werden. Die Kriminalpolizei Neumünster geht davon aus, dass er für alle sechs Taten als Täter in Frage kommt und ermittelt wegen Betrug. Ausgeschlossen ist nicht, dass er noch weitere Taten begangen hat.

Insofern bittet die Kripo weitere mögliche Geschädigte/Betroffene sich unter der Tel.-Nr.: 04321 9450 zu melden. Darüber hinaus warnt die Polizei vor zweifelhaften Haustürgeschäften.

Unternehmen wie z. B die SWN kassieren keine Bargeldbeträge an der Haustür und die Mitarbeiter können sich bei Bedarf ausweisen. Außerdem steht es jedermann frei, sich bei Zweifeln an das Unternehmen selbst bzw. über 110 an die Polizei zu wenden, um sich zu versichern, das alles seine Ordnung hat. Bei der Zustellung von Paketen sollte man sich an konkreten Absprachen mit den Adressaten orientieren und ansonsten die Annahme verweigern, vor allen Dingen, wenn direkt Bargeld ausgezahlt werden soll.

von

Günter Schwarz  – 02.11.2016