(Møn) – Sechs naturbelassene Gebiete in Dänemark werden vom Staat erworben. Die Gebiete werden sorgfältig ausgewählt, um das Überleben bedrohter Tier- und Pflanzenarten sicherzustellen.

Libellen, Laubfrösche und Flechten sind nur einige der Tiere und Pflanzen, die er in der Natur erhalten möchte. Daher hat der Staat sechs Naturgebiete im ganzen Land aufgekauft, die seltene Flora und Fauna zu schützen. Die Halbinsel Ulshale im Norden der Insel Møn und ein landwirtschaftlich genutztes Gebiet in Rørvig wurden vom dänischen Staat zu diesem Zweck gekauft.

„Das Gebiet des Naturgebiets in Rørvig ist hervorragend geeignet, da es schon weitgehend naturbelassen ist. Dies bedeutet, dass wir die weitere Entwicklung in der Region kontinuierlich überwachen können“, sagt Jens Peter Simonsen, Waldhüter der Naturschutzbehörde Midtsjælland. „Innerhalb des nächsten Jahrzehnts kann man die Gegend so erleben, wie wir es uns vorstellen“, fährt er fort.

Halbinsel bei Rørvig, Odsherred:

  • 20 ha landwirtschaftliche Sandfläche, die gerade bewächst.
  • Auf einer Seite des Gebiets liegt das „Natura2000-området Hov Vig Vildtreservat“, ein national bedeutendes Erholungsgebiet, das unter anderem als Brutgebiet für die Löffelente dient.
  • Auf der anderen Seite der erworbenen landwirtschaftlichen Fläche befindet sich eine 25 Jahre alte staatliche Aufforstungsfläche. Das Gebiet ist für Besucher geöffnet

Quelle: Ministerium für Umwelt und Ernährung

Es ist eine Investition von 10 Millionen Kronen (1,34 Mio. Euro) pro Jahr. Die Übernahmen erfolgen im Rahmen des zwischen der Regierung und der „Dansk Folkeparti (Dänischen Volkspartei) geschlossenen Naturschutzpakets. Hierbei wurde vereinbart, zwischen 2017 und 2020 jährlich 10 Mio. Kronen für den Kauf von Naturgebieten bereitzustellen.

Die Käufe können getätigt werden, da der Staat staatseigene Gebäude und Grundstücke verkauft hat, die nicht mit den Aufgaben der Naturschutzbehörde im Bereich der Pflege von Natur und Outdoor verbunden sind.

Ein Naturgebiet in Ulvshale auf Møn wird vom Staat gekauft, um Tiere und Pflanzen zu schützen.

Ulvshale auf Møn, Vordingborg:

  • 7,5 Hektar im Norden von Møn
  • Zweck ist der Erhalt von Artenvielfalt
  • Die Landschaft ist daher von sehr unterschiedlichen Landschaftstypen geprägt – von nassen Salzwiesen und Eichenwäldern über Heidehügel bis hin zu einem uralten Urwald.
  • Die Halbinsel beherbergt auch eine sehr abwechslungsreiche Pflanzenwelt, und man findet Bäume, Blumen und Tiere hier, die in Dänemark nur an wenigen Orten zu finden sind.

Quelle: Ministerium für Umwelt und Ernährung

Die erworbenen Naturgebiete grenzen an andere Naturgebiete an. Daher ist es möglich, den gewünschten Naturschutz auf größere Flächen auszubreiten und sie miteinander zu verschmelzen.

„Die Verschmelzung ist das Schlüsselwort für den Naturschutz, und deshalb möchten wir eine bessere Kohärenz zwischen den staatlichen Naturschutugebieten schaffen“, sagt Umwelt- und Ernährungsminister Jakob Ellemann-Jensen (Venstre / Rechtsliberale Partei) in einer Pressemitteilung. „Wenn der Staat Gebiete erwirbt, die in staatseigenen Naturschutzgebiete überführt werden, haben wir eine größere Chance, wertvolle Natur zu pflegen und zu schützen. Es kommt der Natur und uns allen zugute, dass wir seltenen Arten zu besseren Lebensräumen verhelfen können“, sagt er.

von

Günter Schwarz – 24.04.2019